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Erste Sonntagsausgabe vor 10 Jahren: «Der Andrang ist gross, die Erwartung ebenso»

Am 7. September 2008 erschien die erste Sonntagsausgabe der «Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben. Ein Rückblick mit persönlicher Note.
Sasa Rasic

Neugierige Gesichter am Sonntagvormittag in der Luzerner Railcity. Zu Brötchen und Kaffee wird am Bahnhof die erste Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag» an Passanten verteilt. Der Andrang ist gross, die Erwartung an die siebte Ausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» ebenso.

So lautet der Beginn des Texts über die Verteilaktion unserer ersten Sonntagsausgabe, welcher am Montag danach – am 8. September 2008 – erschienen ist. Seine eigenen Texte zu zitieren, gehört nicht gerade zur feinen Art, doch man möge es mir aus aktuellem Anlass verzeihen. Damals habe ich den Text als freier Journalist mit gut einem Jahr Berufserfahrung verfasst – heute begrüsse ich Sie jedes Wochenende als Leiter unserer Sonntagsausgabe. Nicht nur hier zeigt sich, dass die «Zentralschweiz am Sonntag» eine Geschichte der Kontinuität ist.

10 Jahre «Zentralschweiz am Sonntag»

Die Frontseiten im Vergleich

Lancierung galt als Risiko

Bei der Lancierung hat es auch kritische Stimmen gegeben. Eine Sonntagsausgabe regionaler Prägung wurde zuweilen als Wagnis angesehen. Zur Feier der Erstausgabe hat der damalige Luzerner Regierungsratspräsident Markus Dürr (CVP) eine Rede gehalten, welche unter dem Titel «Weshalb Zeitungen heute wichtig sind» (Ausgabe vom 10. September 2008) erschienen ist. Darin gratuliert er unter anderem «zum Mut», eine neue Zeitung zu gründen.

Da interessiert es, wie es zehn Jahre später aussieht. «Der erste Befund ist natürlich: Es gibt die Zeitung noch. Bei der aktuellen Situation auf dem Zeitungsmarkt ist das als Erfolgskonzept anzusehen», sagt Dürr. Die Bedeutung für die Region sei unbestritten. Dürr: «Wenn man über die Zentralschweiz als Gesamtregion unabhängig der Detailgeschäfte in den Gemeinden informiert werden will, kommt man nicht um die ‹Zentralschweiz am Sonntag› herum.»

Doch der ehemalige Suva-Präsident Dürr sieht auch noch Potenzial: «Ich persönlich würde mir mehr Essays und Beiträge von herausragenden Personen und Funktionsträgern wünschen, nicht nur aus der Region, sondern etwa aus der Romandie, was auch für die Gesellschaft als solches integrativ wirken könnte.»

Dies sagt er auch, weil er die abnehmende Kohäsion im Land als grösste Herausforderung für die Zukunft sieht. «Vermehrt geht es um Alt gegen Jung, Reiche gegen weniger Wohlhabende. Hier gilt es Gräben zuzuschütten, Standpunkte gegenüberzustellen und auch mal sagen zu können, dass etwas gar nicht so schlimm ist, wie gemeinhin angenommen», sagt Dürr. Hier solle auch die Zeitung mithelfen, und er erhofft sich, dass ihre Rolle als allgemein akzeptiertes Forum stärker wird.

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