ERSTER SCHULTAG: «Ich wurde so richtig herausgeputzt»

Der erste Schultag war für bekannte Luzerner wie ein Feiertag. Das Ferienende machte sie zwar traurig. Aber sie waren stolz, zu den «Grossen» zu gehören.

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Klassenfoto mit Franz Kurzmeyer (oberste Reihe, zweiter von rechts) in der zweiten Klasse. (Bild zVg)

Klassenfoto mit Franz Kurzmeyer (oberste Reihe, zweiter von rechts) in der zweiten Klasse. (Bild zVg)

Heute gehts los: Die meisten Erstklässlerinnen und Erstklässler haben ihren ersten Schultag.* In ihrer Haut steckten vor Jahrzehnten auch fünf Personen, die heute Prominente sind. Sie erzählen von diesem speziellen Tag.

Franz Kurzmeyers (69) erster Schultag war im Frühling 1942. Der ehemalige Stadtpräsident von Luzern war ausgerüstet mit einem schicken Schulsack, einem mit einem Fell. «Ich ging gerne zur Schule, war aber gleichzeitig auch etwas traurig, weil der Kindergarten und vor allem die Ferien vorbei waren», sagt Franz Kurzmeyer. Gerne erinnert er sich an seine Lehrerin Marie-Louise Llopart, die eine Kollegin seiner Gotte war. «Die Lehrerin war eine liebe Frau. Das wusste ich von meinem Gotti.» Er habe also allen Grund gehabt, sich zu freuen. Die Schulklasse im Schulhaus Mariahilf sei für damalige Verhältnisse mit 41 Kindern nicht speziell gross gewesen.

Der blaue Schulsack
Mit grossem Stolz trug die heutige KKL-Direktorin Elisabeth Dalucas (46) ihren ledernen Schulsack. «Er musste dunkelblau sein, aus ganz glattem Leder», sagt sie. Begleitet wurde sie von ihrer Mutter. «Die Eltern sassen in der ersten Schulstunde im Klassenzimmer, das war ein spezieller Moment.»

Als Elisabeth Dalucas am ersten Tag vom Gellert-Schulhaus in Basel nach Hause gekommen sei, sei sie stolz gewesen. Stolz, dass sie nun auch zu den Grossen gehörte. «Später habe ich gemerkt, dass man erst ab der Oberstufe zu den Grossen gehört», sagt Elisabeth Dalucas.

Der Luzerner Bildungsdirektor Anton Schwingruber (58) hat von seinem ersten Schultag 1957 in Werthenstein zwei Dinge in allerbester Erinnerung. «Zuerst einmal war ich richtig zufrieden, dass ich den Schulsack meines ältesten Bruders übernehmen durfte», sagt Schwingruber. Obwohl die Schuljahre an der Tasche einige Spuren hinterlassen hätten – das Fell sei schon etwas abgewetzt gewesen –, habe er sie gerne getragen.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.