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Erweiterung des Schulhauses Erlen in Emmen: Das richtige Projekt zum jetzigen Zeitpunkt

Beatrice Vogel, Redaktorin Stadt / Region Luzern, zur Abstimmung über die Erweiterung des Schulhauses Erlen in Emmen.
Beatrice Vogel
Redaktorin Beatrice Vogel. (Bild: Dominik Wunderli)

Redaktorin Beatrice Vogel. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Bevölkerungszahl der Gemeinde Emmen wächst und mit ihr die Zahl der schulpflichtigen Kinder. Allein in den nächsten drei Jahren wird es 200 Schüler zusätzlich geben – und das ohne Zuzüge. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll die Schülerzahl gar von 2995 auf 4020 anwachsen; das sind rund 35 Prozent mehr als heute. Gleichzeitig haben mehrere der acht Schulstandorte in Emmen bereits ihre Kapazitätsgrenze erreicht – mehrere wurden deshalb schon erweitert.

Die Lage ist angespannt, gerade im Schulkreis Erlen/Riffig/Sprengi. Emmen braucht dort dringend mehr Schulraum, um der wachsenden Schülerzahl gerecht zu werden. Das hat auch der Einwohnerrat erkannt, der dem beantragten Baukredit von 9,38 Millionen Franken für eine Erweiterung des Schulzentrums Erlen mit 38 zu 0 Stimmen zugestimmt hat. Von links bis rechts haben auch alle Parteien die Ja-Parole zum Projekt herausgegeben.

Der geplante vierte Trakt für das Schulhaus Erlen entspricht dem architektonischen Konzept der Anlage: Er vervollständigt die windmühlenartige Anordnung der Gebäude. Als Modulbau mit betoniertem Sockel und Fassade verspricht die vierstöckige Erweiterung eine gewisse Langlebigkeit.

Der Neubau soll zwölf Klassenzimmern, acht Gruppenräumen, zwei Kindergärten, den Tagesstrukturen und einer Hauswartwohnung Platz bieten. Maximal 300 Kinder sollen darin zur Schule gehen.

Die Gemeinde Emmen arbeitete schon mehrfach mit Modulbauten und hat damit offenbar gute Erfahrungen gemacht. So wurden etwa die Schulanlagen Riffig, Krauer und Emmen Dorf bereits mit Modulbauten ergänzt. Es sind zweckmässige und vollwertige Schulräume, die den Vorteil haben, dass sie in Herstellung und Bau einiges preiswerter sind als konventionelle Bauten. Zudem werden für das Schulhaus Erlen Occasionsmodule gekauft, was umso günstiger ist; bei der Planung wurde kostenmässig optimiert.

Für die finanziell angeschlagene Gemeinde ist der Wert dieses Projekts nicht zu unterschätzen: In kurzer Zeit mehr Schulraum zu einem niedrigen Preis – das schlägt alle Fliegen mit einer Klappe. Es ist das richtige Projekt zum jetzigen Zeitpunkt. Deshalb ist zu hoffen, dass sich auch mit den Einsprechern bald eine gütliche Einigung finden wird.

Denn kann die Schulanlage Erlen nicht erweitert werden, hat das vor allem für die Schüler Konsequenzen. Sie müssten teils weitere Schulwege auf sich nehmen, weil sie in andere Schulhäuser umgeteilt würden.

Weitere Schulwege bedeuten die Möglichkeit von gefährlichen Situationen entlang stark befahrener Strassen und Mehrverkehr wegen besorgter Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Eine Umteilung kann auch bedeuten, dass Kinder von einem Schuljahr zum nächsten das Schulhaus wechseln oder dass Geschwister und Nachbarskinder unterschiedliche Schulhäuser besuchen müssen.

Zu wenig Schulraum sorgt für Unannehmlichkeiten. Auch für den Unterricht kann das Konsequenzen haben. Eine Gemeinde wie Emmen, die sich der hohen Qualität ihrer Volksschule rühmt, sollte diese nicht aufs Spiel setzen – auch nicht aus finanziellen Gründen.

Beatrice Vogel, Redaktorin Stadt/Region Luzern

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

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