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Stadt Luzern: Erweiterung «Fitness National» – Gegner blitzt vor Gericht ab

Die Migros Luzern will das «Fitness National» in der Stadt Luzern erweitern. Ein benachbarter Liegenschaftsbesitzer störte sich an der geplanten Glasfassade und ging vors Kantonsgericht – vergeblich.
Ines Häfliger
In diesem Gebäude an der Haldenstrasse in Luzern befindet sich das «Fitness National» – die Erweiterung ist hinter dem Nachbargebäude (rechts) geplant. (Archivbild: LZ)

In diesem Gebäude an der Haldenstrasse in Luzern befindet sich das «Fitness National» – die Erweiterung ist hinter dem Nachbargebäude (rechts) geplant. (Archivbild: LZ)

Mehr Raum für Bewegungsfreudige – das verspricht der geplante Erweiterungsbau des «Fitness National» an der Haldenstrasse 23 in Luzern. Ein zusätzliches Stockwerk oberhalb der beiden Parkgeschosse wird das Platzangebot des Fitnessparks vergrössern. Hier sollen bald Aerobic- und Gymnastikkurse stattfinden.

Während sich Turnbegeisterte über den Ausbau freuen dürften, wehrt sich der Besitzer eines benachbarten Grundstückes gegen das Projekt. Nicht der Bau an sich, sondern ein materialtechnisches Detail stört ihn. Denn abgesehen von der Nordfassade, die in Richtung Zinggentorstrasse zeigt, sollen alle Fassaden des Erweiterungsbaus aus Glas bestehen. Wie die Nordfassade soll auch die parallel zum Haldensteig verlaufende Ostfassade aus Naturstein bestehen, so die zentrale Forderung des Liegenschaftsbesitzers.

Im Herbst 2017 reichte er Einsprache gegen das öffentlich aufliegende Baugesuch ein. Die Baudirektion Stadt Luzern wies seine Einsprache ab. Davon liess sich der Megger Grundstückbesitzer nicht beirren und zog weiter vor das Kantonsgericht. Der «industrielle Charakter» der Verglasung passe nicht ins Ortsbild, zitiert das Kantonsgerichtsurteil den Liegenschaftseigentümer: «Die geplante Profilitverglasung an der Ostfassade fügt sich in Bezug auf die Materialwahl und die Farbgebung nicht in das Ensemble ein, welches das Quartierbild prägt.»

Kantonsgericht weist Beschwerde ab

Das Kantonsgericht war anderer Ansicht. Einzig die Fassade der Markus-Kirche sei vollständig aus Naturstein erstellt. Aufgrund der räumlichen Trennung wäre diese aber «nicht durch die Aufstockung beeinträchtigt». Gesamthaft betrachtet sei die nahe Umgebung somit nicht geprägt durch Natursteinbauten. Vielmehr dominiere eine grosse Bandbreite an Baustilen und Baumaterialien.

Das Kantonsgericht kommt zum Schluss, dass der geplante Erweiterungsbau die Voraussetzungen an die Eingliederungspflicht erfüllt, und weist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab. Ein Verzicht auf die Glasfassade wäre gar kontraproduktiv: «Eine Natursteinverkleidung der Ostfassade stünde der bestehenden Ausgestaltung des Parkhauses und des ‹Fitness National› entgegen.»

Ob sich der Beschwerdeeinreicher mit dieser Begründung zufriedengibt, bleibt abzuwarten. Er hat bis Mitte Januar 2019 Zeit, den Kantonsgerichtsentscheid an das Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen.

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