ERZIEHUNG: Jugenddorf will neue Wege gehen

Das Jugenddorf in Knutwil Bad sucht derzeit Gastfamilien und externe Ausbildungsplätze. Damit wollen sie den heutigen Ansprüchen Rechnung tragen.

Tamara Lipp
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Einblick in die hauseigene Schreinerei des Jugendorfes Knutwil Bad. (Bild Dominik Wunderli)

Einblick in die hauseigene Schreinerei des Jugendorfes Knutwil Bad. (Bild Dominik Wunderli)

Das Jugenddorf in Knutwil Bad ist für einige die letzte Station vor der Haftanstalt. Das Jugenddorf bietet für 50 junge Männer zwischen 14 und 22 Jahren, einen Platz in verschiedenen Wohnformen. Davon können 24 eine interne Berufsausbildung absolvieren. Einzelne Jugendliche sollen nun einen externen Familien- oder Ausbildungsplatz erhalten. Damit will das sozialpädagogische Jugendheim dem gesellschaftlichen Wandel genügen. «Heute wird differenzierter geschaut, was der Jugendliche für seine Entwicklung benötigt», sagt Hanspeter Achermann, Direktor des Jugenddorfes.

Zudem sucht das Jugenddorf zirka fünf Gastfamilien. «Bei gewissen Jugendlichen macht ein überschaubarer familiärer Rahmen einfach mehr Sinn», sagt Achermann. Von den potenziellen Gastfamilien wird verlangt, dass sie Verständnis für den Jugendlichen aufbringen können. «Die ganze Familie muss hinter dieser Entscheidung stehen – das fordert persönliches Engagement,»