Es bleibt dabei: Take-aways in Luzern dürfen nicht länger offen bleiben

Der Luzerner Regierungsrat will die Ladenöffnungszeiten für Take-aways nicht lockern. Es gebe keinen Bedarf für eine Ausdehnung, oberste Priorität habe die Sicherheit. Lieferdienste sind jedoch nicht an diese Zeiten gebunden.

Simon Mathis
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Auch das Restaurant Lapin in Luzern bietet Take-away an.

Auch das Restaurant Lapin in Luzern bietet Take-away an.

Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. März 2020) 

Es bleibt dabei: Wer in Luzern Take-away anbietet, darf das werktags weiterhin nur bis 18.30 Uhr tun. Dies teilte der Luzerner Regierungsrat an einer Medienkonferenz am Donnerstagmorgen mit. Regierungspräsident Paul Winiker (SVP) betonte, dass es vor allem darum gehe, Menschenansammlungen zu vermeiden. «Offene Take-aways am Abend würden dieses Ziel gefährden. Wir wollen mit allen Mitteln verhindern, dass das Gesundheitssystem kollabiert.»

Mit einer Ausdehnung der Öffnungszeiten würde der Regierungsrat «ein komplett falsches Signal senden». Winiker wies darauf hin, dass Gastrobetriebe ihre Mahlzeiten den Kunden nach Hause liefern können – dies ausserhalb der Ladenöffnungszeiten. «Hier liegt das Potenzial, das bespielt werden kann.»

Hauslieferdienst rund um die Uhr möglich

Der Regierungsrat habe geprüft, ob eine Ausdehnung nötig sei. «Wir haben uns gefragt: Gibt es Engpässe in der Versorgung?», so Winiker. «Und die Antwort lautet klar nein.» Es gebe keinen Bedarf, die Öffnungszeiten auszudehnen – das gelte sowohl für Take-aways als auch für Verkaufsläden. Paul Winiker habe diese Weisung dem Verbandspräsident von Gastro Luzern dargelegt – und er habe die Regelung «sehr gut begriffen», berichtet Winiker.

Ruedi Stöckli, Präsident von GastroLuzern und ehemaliger SVP-Kantonsrat, bestätigt dies auf Anfrage: «Der Regierungsrat hat mich am Mittwochnachmittag telefonisch informiert.» Argumentiert habe er mit gleich langen Spiessen für alle. «Es wurde mir wirklich plausibel erklärt», so Stöckli. Der Regierungsrat habe ausserdem betont, mit Hauslieferdienst könnten die Ladenöffnungszeiten umgangen werden – und dies erst noch rund um die Uhr. «Das stimmt natürlich alles», hält Stöckli fest. Wenn sich die Lage allerdings wieder normalisiert habe, wolle der Verband auf diese Frage zurück kommen.

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