Kommentar
Es braucht endlich eine Lösung für die Luzerner Bodum-Villen

Die einst stattlichen Häuser an der Obergrundstrasse sind längst zu Schandflecken geworden. Mit dem Eigentümerwechsel steigt nun die Hoffnung auf eine städtebaulich gute Lösung und sinnvolle Nutzung.

Hugo Bischof
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Hugo Bischof

Hugo Bischof

Die beiden herrschaftlichen Villen an der Obergrundstrasse 99 und 101 in Luzern haben einen neuen Eigentümer, das Luzerner Immobilien- und Architekturunternehmen Romano & Christen. Das weckt Hoffnungen, dass nun Bewegung in die verfahrene Situation kommt. Denn die Gebäude stehen seit mehr als fünf Jahren leer und sind sichtbar am Verlottern. Ein unschöner Anblick in einem ansonsten ansehnlichen Stadtquartier.

Der bisherige Eigentümer Jorgen Bodum konnte sich mit der Stadt nicht auf einen Neu- oder Umbau einigen. Seine Pläne kamen dem Ortsbildschutz in die Quere. Das könnte sich jetzt ändern. Romano & Christen hat Erfahrung mit architektonisch schwierigen Fällen und ist in der Stadt verankert. Es könnte jetzt also mit der Planung schneller vorangehen als bisher. Ziel muss möglichst rasch eine städtebaulich gute Lösung sein, verbunden mit einer sinnvollen Nutzung der Grundstücke. Der Stadtrat hat in dieser Hinsicht bisher zu zögerlich gehandelt.

Dass eine der beiden Villen ausgerechnet am Donnerstag wieder besetzt wurde, ist wohl eher dem Zufall geschuldet. Die Aktion ist aber fraglos das Resultat davon, dass die Bodum-Villen seit Jahren leer stehen und verfallen. Nur: Diese illegale Handlung ist inakzeptabel und hat auch bei einer früheren Villen-Besetzung nicht zum Ziel geführt. Geradezu absurd ist es, die neuerliche Aktion mit der Coronakrise in Zusammenhang zu bringen, wie es die Hausbesetzer tun.

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