Es geht auch ohne Frauenquote

Als erste Schweizer Gemeinde führt Bern eine Frauenquote für Kaderstellen ein. In Luzern und Zug ist das überflüssig. Trotzdem plant die SP einen Vorstoss.

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Blick auf das Stadthaus in Luzern. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Blick auf das Stadthaus in Luzern. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Sollen Stadtverwaltungen dazu verpflichtet werden, in den Führungspositionen einen bestimmten Frauenanteil zu erreichen? Ja, meint das Berner Stadtparlament. Am Donnerstag hat es entschieden, dass künftig 35 Prozent der Führungspositionen in der Stadtverwaltung der Bundeshauptstadt von Frauen besetzt sein sollen. Derzeit bewegt sich der Frauenanteil bei knapp 26 Prozent. Die Motion stammte von einer überparteilichen Frauengruppe, unter anderem von Jacqueline Gafner Wasem (FDP). Der Parlamentsbeschluss ist eine Premiere – noch nie hat eine Schweizer Gemeinde eine Frauenquote eingeführt.

In Luzern und Zug wäre eine solche Quote überflüssig, wie Recherchen unserer Zeitung zeigen. Die Frauenquote in der Stadtverwaltung von Luzern beträgt nämlich bereits heute 41,6 Prozent, wie Personalchef Beat Däppeler auf Anfrage erklärt. In Zug sind es 39,3 Prozent.

SP-Grossstadträtin Luzia Vetterli ist ob den aktuellen Zahlen aus der Stadt Luzern überrascht. Für sie ist «nicht ganz klar, welche Personen zum Kader zählen». Nach Vetterlis Berechnungen aufgrund der Lohnklassen «liegt der Frauenanteil in der städtischen Verwaltung auf den höchsten fünf Lohnstufen unter 25 Prozent». Darum habe die SP-Fraktion einen Vorstoss geplant, um die Frauenquote zu thematisieren.

Alexander von Däniken

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