Es gibt mehr Geld für weniger Studenten

Der Kanton Luzern will seine Ausbildungsbeiträge erhöhen. Dabei sollen weniger Studenten direkt unterstützt werden. Fördern will der Kanton private Darlehen.

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Studenten an der Uni Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Studenten an der Uni Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Im Durchschnitt sollen mit dem neuen Stipendiengesetz pro Bezüger knapp 1400 Franken mehr ausbezahlt werden als 2010. Damit zahlt der Kanton Luzern mehr aus als der Schweizer Durchschnitt. Gleichzeitig aber würde sich mit dem neuen Gesetz der Kreis der Bezugsberechtigten verkleinern: von rund 1950 Personen im Jahr 2010 auf künftig noch knapp 1550. So sieht es der Entwurf zum neuen Stipendiengesetz vor, der am Mittwoch von Regierungsrat Reto Wyss vorgestellt wurde. Die Vorlage kommt nun in die Vernehmlassung. Bis zum 10. September können Interessierte Stellung nehmen. Frühestens auf den 1. August 2013 könnte das neue Gesetz in Kraft treten.

«Die Unterstützung erfolgt bedarfsorientiert», sagte Bildungsdirektor Reto Wyss zum neuen Unterstützungssystem an der Medienkonferenz. Mit der neuen Regelung würde der Kostendeckel eingehalten. Diesen hat der Regierungsrat bei 10,5 Millionen Franken pro Jahr angesetzt. Die durchschnittliche Stipendienleistung pro Einwohner würde stagnieren.  

Im Jahr 2011 wurden 11 Millionen Franken Stipendien ausbezahlt, neu wären es weniger, nämlich noch 10,4 Millionen. Demgegenüber soll der Betrag an Darlehen von 2,1 Millionen im Jahr 2011 auf 3,4 Millionen erhöht werden. Insgesamt erhöht der Kanton seine Ausbildungsbeiträge von 13,2 Millionen auf 13,7 Millionen Franken.

Florian Weingartner

HINWEIS
Weitere Informationen zum Luzerner Stipendienwesen sowie das Gesuchsformular finden Sie hier

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