Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Es gibt zu viele offene Fragen»

Nachgefragt

Die Hochschule Luzern (HSLU) bietet ab Herbst dieses Jahres das Hauptfach «Jodel» im Bereich Volksmusik an. Richard Huwiler, Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerverbands und Vizepräsident des Eidgenössischen Jodlerverbands, kritisiert dies.

Richard Huwiler, die Jodler sind bekanntlich stolz auf ihre bodenständige Art. Wird durch das Jodeln das neue Hauptfach an der HSLU nicht verakademisiert?

Diese Gefahr besteht in der Tat.

Weshalb?

Das Jodeln ist kein Kunstgesang, da es viele regionale Eigenheiten gibt. Ein Appenzeller jodelt nicht gleich wie ein Entlebucher. Darum kann man das auch nicht so einfach unterrichten.

Das Angebot der HSLU ist also keine gute Idee?

Ganz falsch ist das Angebot sicher nicht. Ich zweifle auch nicht an der Kompetenz von Nadja Räss, sie ist schliesslich auch Verbandsmitglied. Aber es ist nicht das, was wir uns vorstellen. Die Jodlerverbände bieten seit Jahrzehnten Jodlerkurse mit guten Ausbildnern an, die das nötige Fachwissen mit Bezug zu den regionalen Eigenheiten haben. Ob es den geplanten Unterricht braucht, wird sich zeigen.

Aber würde durch den Unterricht das Jodeln nicht auf ein höheres Niveau gehoben?

In der Zentralschweiz besteht in dieser Hinsicht bereits ein beachtliches Niveau. Für uns ist es vor allem wichtig, dass wir die Regionalität und Urtümlichkeit der Jodellieder und des Naturjodels nicht verlieren. Wir stehen dem Ganzen skeptisch gegenüber, da es noch zu viele offene Fragen gibt. (mst)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.