Kommentar

Es ist höchste Zeit für eine Anpassung der Luzerner Lehrerlöhne

Die Einstiegslöhne von Lehrerinnen und Lehrer sind im Kanton Luzern zwar attraktiv, Entwicklungen dann aber kaum möglich. Es ist daher höchste Zeit für die beschlossene Anpassung der Regierung. Denn in den nächsten Jahren wird der Konkurrenzkampf um gute Lehrer zunehmen.

Roseline Troxler
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Roseline Troxler

Roseline Troxler

Auf den ersten Blick sind die Löhne der Luzerner Lehrerinnen und Lehrer attraktiv. Sowohl auf der Kindergarten- als auch auf der Primarstufe schwingt Luzern beim Einstiegslohn in der Zentralschweiz obenaus und befindet sich auch in der ganzen Deutschschweiz über dem Mittelwert.

Da mag es erstaunen, dass die rund 3000 Lehrer dieser Stufen auf das Schuljahr 2021/2022 hin gar noch eine Lohnklasse höher klettern. Damit steigt der Jahreslohn um durchschnittlich 3000 Franken. Bereits in den letzten Jahren stufte der Kanton die Primar- und Kindergartenlehrer in eine höhere Lohnklasse ein. Das Problem: Im Portemonnaie hatte das für viele Lehrpersonen kaum Folgen, weil sie in der neuen Lohnklasse weiter unten eingereiht wurden. Profitiert haben so fast nur Berufseinsteiger.

Diese Massnahme will die Regierung nun korrigieren. Zu Recht: Denn viele Lehrerinnen und Lehrer steigen nach einigen Jahren aus dem Beruf aus. Eine Rolle spielt wohl auch der Lohn. Laut Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann bekundet der Kanton Luzern aktuell mehr Mühe, genügend Lehrer für Kindergärtler und Primarschüler zu finden. Daher ist es höchste Zeit für diese Anpassung. Nur so können sich auch die Saläre von erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern wieder entwickeln. Mit der Lohnerhöhung korrigiert die Regierung, was sie in den letzten Jahren wegen Sparmassnahmen versäumt hat.