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Es werde Licht

Chefredaktor Jérôme Martinu über den Streit um die bunten Fensterlichter im Luzerner Hotel Schweizerhof.
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

Die bunten Fensterlichter im Stadtluzerner Fünfsternhaus Schweizerhof leuchten nach wie vor. Die Strahlkraft der Fenster hat seit dem ersten Stromstoss vom Mai 2014 sogar zugenommen: Weit ins Land hinaus ist inzwischen bekannt, dass hier von den Stadtbehörden ein eigenartiger (Rechts-)Streit vom Zaun gebrochen wurde, indem sie unter Berufung auf das Beleuchtungskonzept «Plan Lumière» und das Kunstlichtreglement der Hotelbeleuchtung den Stecker ziehen wollen. Zu bunt, zu unpassend sei diese – die Stadt verfügte darum die Abschaltung. Die Besitzerfamilie Hauser focht diese juristisch an. Und nun hat das Luzerner Kantonsgericht die städtische Baudirektion zurückgepfiffen: Die umstrittene, in sechs Farbtönen wechselnde Innenbeleuchtung falle nicht in den Anwendungsbereich von «Plan Lumière» und Kunstlichtreglement. Der «Schweizerhof» werde ja nicht von aussen angestrahlt.

Vielen gefallen die farbigen Hotelfenster an Luzerns Toplage. Vielen ist’s einerlei. Und die Fensterkritiker wittern Wildwuchs, falls das Beispiel Schule mache. Der behördliche Eingriff mit der Reglementskeule auf die innovative Idee hatte von Anfang an das Potenzial zur Posse, nicht zu Unrecht wurde der Lichterstreit gar zum Fasnachtssujet «Light-Wars». Jetzt muss die Stadt zum Glück nochmals grundsätzlich über die Bücher. Für das Kantonsgericht ist zwar klar, dass die Lichterkulisse baubewilligungspflichtig ist. Diesem Beurteilungsprozess kann die Hoteliers­familie aber gelassen entgegenblicken. Denn sogar die kantonale Denkmalpflege hatte das Anfang 2016 quasi unter Protest eingereichte Baugesuch für die Fensterbeleuchtung als un­problematisch taxiert. Es werde Licht. Zeit, dass Stadtrat und Bewilligungsbehörden über ihren Schatten springen. Es gibt wichtigere Baustellen.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch

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