Eschenbach
Betroffener Lohnunternehmer reicht gegen die geplante Auszonung einer Arbeitszone Einsprache ein

Im Gebiet Höndlen in Eschenbach soll nach dem Willen des Gemeinderats eine Arbeitszone wieder zu Landwirtschaftsland werden. Dagegen sind zwei Einsprachen eingegangen.

Reto Bieri
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Die Gemeinde Eschenbach will die Arbeitszone im Gebiet Höndlen in die Landwirtschaftszone auszonen und hat dazu eine Teilrevision der Ortsplanung öffentlich aufgelegt. Damit würde ein Volksentscheid aus dem Jahr 2013 wieder rückgängig gemacht (wir berichteten).

Die Gemeinde Eschenbach will die Arbeitszone Höndlen wieder in die Landwirtschaftszone auszonen. Dies betrifft das Lohnunternehmer Thomas Estermann AG.

Die Gemeinde Eschenbach will die Arbeitszone Höndlen wieder in die Landwirtschaftszone auszonen. Dies betrifft das Lohnunternehmer Thomas Estermann AG.

Bild: Boris Bürgisser (Eschenbach, 7. Februar 2021)

Wie die Gemeinde auf Anfrage bekanntgibt, sind innerhalb der Auflagefrist zwei Einsprachen eingegangen. «Diese werden von uns durchgesehen und beurteilt. Danach wird das weitere Vorgehen festgelegt», sagt Gemeindeammann Markus Kronenberg. Weitere Auskünfte könne man aufgrund des laufenden Verfahrens keine geben.

Hintergrund der geplanten Auszonung ist ein Knatsch zwischen den Behörden und der Thomas Estermann AG. Das landwirtschaftliche Lohnunternehmen will auf dem Grundstück eine neue Halle bauen. Durch die Auszonung wäre das nicht mehr möglich. Firmenmitinhaber Thomas Estermann bestätigt auf Anfrage, dass er eine Einsprache eingereicht hat. Mehr könne er zurzeit nicht sagen. Er hoffe aber, dass sich in den Verhandlungen eine für beide Seiten tragbare Lösung ergibt.

Nicht betroffen von der Auszonung ist der Schlachtviehmarkt. Er findet seit 2016 jeweils dienstags in einem Teil der besagten Arbeitszone statt. Die Marktfläche soll in eine Sonderbauzone überführt werden.