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ESCHENBACH: Demente und psychisch Kranke: Betagtenzentrum Dösselen kann sich spezialisieren

Das Betagtenzentrum Dösselen kann künftig auch Demenzkranke und Menschen mit psychischen Erkrankungen aufnehmen. Die Stimmbürger haben dafür einen 1,9-Millionen-Franken-Kredit abgesegnet.
Stefan Dähler und Evelyne Fischer
Das Betagtenzentrum Dösselen in Eschenbach. (Bild: Gemeinde Eschenbach)

Das Betagtenzentrum Dösselen in Eschenbach. (Bild: Gemeinde Eschenbach)

Stefan Dähler und Evelyne Fischer

kanton@luzernerzeitung.ch

Zweimal ein klares Ja: So lauten die Resultate der gestrigen Urnenabstimmung in Eschenbach. Die Stimmbürger genehmigten zum einen die Revision der Gemeindeordnung mit 668 zu 137 Stimmen. Der Ja-Anteil betrug 83 Prozent. Diese tritt somit per 1. Januar 2018 in Kraft.

Grund für die Anpassung der Gemeindeordnung ist das neue kantonale Finanzhaushaltgesetz, das 2019 in Kraft tritt. Mit diesem wurden die Grundlagen des harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2) im Kanton eingeführt, was diverse neue Begriffe in Bezug auf Budget und Rechnung nach sich zog. Sämtliche Gemeinden im Kanton müssen aus diesem Grund die Gemeindeordnung anpassen.

Wenig Opposition im Vorfeld

Die zweite Vorlage betraf den Baukredit über 1,9 Millionen Franken für den Um- und Ausbau des Betagtenzentrums Dösselen. Diesen segneten die Eschenbacher gar noch deutlicher mit 742 zu 82 Stimmen ab, was einem Ja-Anteil von 90 Prozent entspricht. Die beiden Vorlagen vermochten am gestrigen dritten Adventssonntag allerdings nur wenige an die Urne zu locken: Die Stimmbeteiligung lag bei 32,3 Prozent.

«Es gab wenig Opposition im Vorfeld, daher haben wir ein Ja erwartet, aber nicht in dieser Deutlichkeit», freut sich Sozialvorsteherin Pia Rüttimann (CVP) über das klare Ja zum Baukredit. «Das zeigt, dass die Stimmbevölkerung die Wichtigkeit dieses Entwicklungsschrittes für das Dösselen erkannt hat.»

«Leute kommen immer später zu uns»

Mit dem Um- und Ausbau des Altersheims reagiert die Gemeinde Eschenbach auf die neue gesellschaftliche Realität. «Die Leute kommen immer später zu uns – und erst dann, wenn sie pflegebedürftig sind. Entsprechend möchten wir unser Angebot anpassen», sagte Heimleiter Leo Müller kürzlich gegenüber unserer Zeitung (Ausgabe vom 7. Dezember). Um der Nachfrage gerecht zu werden, soll der dritte Stock umgebaut werden und künftig für zwei neue Abteilungen Raum bieten: Demenz und Psychogeriatrie. «Damit können wir den Betagten spezifischere Angebote ermöglichen.»

Die beiden Wohngruppen mit 17 Zimmern werden Platz bieten für neun Demenzpatienten sowie für acht Personen mit psychischen Erkrankungen. Bei Letzteren werden keine akuten Fälle aufgenommen, die Betagten müssen sich laut Müller trotz psychischen Problemen in einer «stabilen Phase» befinden. Kantonal gibt es derzeit nur in Sursee und St. Urban vergleichbare Einrichtungen.

Erstellt werden die neuen Abteilungen übrigens in einer multifunktionalen Bauweise. «Diese ermöglicht dem Betagtenzentrum, flexibel auf veränderte Bedürfnisse zu reagieren», sagt Sozialvorsteherin Pia Rüttimann. Je nach Bedarf könne die Nutzung der Plätze in dieser Abteilung angepasst werden.

Die für die Realisierung der Wohngruppen berechneten Kosten in der Höhe von 1,9 Millionen Franken werden den Gemeindehaushalt übrigens nicht belasten, wie Rüttimann sagt. Das Betagtenzentrum Dösselen finanziert das Projekt über die eigene Rechnung. Die Abstimmung war dennoch nötig, weil es sich um ein gemeindeeigenes Betagtenzentrum handelt, das im Gegensatz etwa zu den Heimen der Stadt Luzern oder der Gemeinden Emmen, Rothenburg und Hochdorf nicht in eine Aktiengesellschaft ausgelagert worden ist.

Arbeiten werden in Etappen durchgeführt

Nun beginnt in Eschenbach die Detailplanung des Umbaus. «Wir müssen vorerst ein Baugesuch einreichen und verschiedenste Aufträge ausschreiben», sagt Rüttimann zum weiteren Vorgehen. Die Arbeiten sollen in Etappen durchgeführt werden. Zuerst wird ab Herbst 2018 die Demenzabteilung realisiert. Diese soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein, die Psychogeriatrieabteilung dürfte dann im Sommer 2019 eröffnet werden.

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