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ESCHENBACH: Sek-Schüler brauchen mehr Platz

Der Gemeinde fehlen Schulräume. Ein Neubau soll die Situation lösen. Dieser Schritt bedingt aber, dass der Gemeinderat mit dem Turnverein noch ein Problem löst.
Ernesto Piazza
Hier sollen die Eschenbacher Sekschüler ab August 2019 in zwölf neuen Schulzimmern unterrichtet werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Hier sollen die Eschenbacher Sekschüler ab August 2019 in zwölf neuen Schulzimmern unterrichtet werden. (Bild: Visualisierung: PD)

«Es ist höchste Zeit, dass wir auch gewisse Bedürfnisse der Sek erfüllen.» Dies sagte Gemeindeammann und Schulverwalter Markus Kronenberg anlässlich der Orientierungsversammlung zur Erweiterung der Sekundarschule. Am 4. März entscheidet der Eschenbacher Souverän daher über einen Baukredit von 7,85 Millionen Franken. Dieser splittet sich wie folgt auf: 5,42 Millionen für den Neubau Lindenfeld 3 und 2,43 Millionen für Erneuerungen bei den beiden bestehenden Sek-Schulhäusern Lindenfeld 1 und 2.

Schon seit Jahren fehlen Gruppenräume, Besprechungszimmer sowie Fachräume. Bereits 2011 habe sich der Bedarf von rund elf Klassenzimmern gezeigt, steht in der Abstimmungsbotschaft. Und das Problem werde sich noch verschärfen. Denn die Schülerzahlen würden bereits ab Schuljahr 2018/19 – und damit früher als erwartet – steigen. Schon seit 2012 hat die Gemeinde deshalb in den Finanzplänen ein entsprechendes Investitionsvolumen eingesetzt.

Kugelstossanlage soll weichen

Geplant sind im Neubau Lindenfeld 3 zwölf neue Unterrichtsräume. Zusammen mit Nebenräumen wie beispielsweise einem Kiosk und einer Sporthalle steht künftig eine zusätzliche Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern zur Verfügung. Der Ergänzungsbau soll im Bereich der heutigen Kugelstossanlage zu stehen kommen. Deshalb sucht der Gemeinderat hierfür mit dem ESV Eschenbach nach einer Ersatzlösung, die allen Involvierten passt.

Die Unterhalts- und Instandhaltungsarbeiten beim Lindenfeld 1 und 2 betreffen die Anpassung an die aktuellen Vorschriften bezüglich Brandschutz, Erdbebensicherheit und behindertengerechtes Bauen. Sie umfassen insbesondere die Erneuerung der sanitären Anlagen, den Einbau eines Lifts und ein abgetrenntes Treppenhaus. «Damit bringen wir die beiden Schulhäuser wieder auf den neusten Stand», betonte Markus Kronenberg.

Als Sieger aus dem durchgeführten Studienwettbewerb ist Cometti Truffer Architekten AG, Luzern, hervorgegangen. Ihr Projekt habe die Jury aufgrund des Kosten-/Nutzenverhältnisses überzeugt, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. Wichtig sei für die Jury auch gewesen, erklärte Urban Jung, Mitglied der Baukommission, «dass das Projekt nachhaltig ist und uns nicht in fünf Jahren einholt». Norbert Truffer vom Büro Cometti Truffer Architekten sprach bezüglich des finanziellen Rahmens von einem «spartanischen» Neubau. «Die drei Gebäude bekommen eine eigene Identität, bilden aber trotzdem ein harmonisches Ensemble mit einem gewissen Charme.»

Sparen mit Pensen-Reduktion

Für Eschenbach sei das Bauvorhaben finanziell tragbar, sagte Gemeindeammann Kronenberg. Was auch heisst: «Der Steuerfuss bleibt weiterhin bei 1,5 Ein­heiten.» Die Kosten für Zinsen, Abschreibungen (bei einer Nutzungsdauer gerechnet auf 40 Jahre) und Unterhalt sind im Finanzplan 2019 bis 2022 eingestellt. Sie belaufen sich jährlich auf rund 330 000 Franken. Mit der neuen Unterrichtsform (siehe Kasten) geht man von einer Personalkosten-Reduktion von zirka 240 000 Franken aus, was zusätzliche Nettokosten von 90 000 Franken ergibt. «Ballwil und Inwil zahlen mit ihrem Beitrag pro Schüler die Kosten vollumfänglich mit», so Kronenberg. Aktuell beträgt dieser bei der Sek Eschenbach rund 19 000 Franken pro Schüler und Jahr. Der kantonale Durchschnitt liegt bei zirka 20 600 Franken.

Mit dem Bauvorhaben sei die Gemeinde bezüglich Schulhausbauten wieder à jour. Kronenberg: «Wir rechnen aus heutiger Sicht damit, dass die nächsten 10 bis 15 Jahre keine grösseren Investitionen für die Schule auf Eschenbach zukommen.»

Sagt das Stimmvolk am 4. März Ja, soll am 9. Juli mit dem Bau begonnen werden. Mit den ersten Lerngruppen will man das Lindenfeld 3 Ende August 2019 beziehen. Die Umbauarbeiten im Lindenfeld 1 sind für Herbst 2019 und diejenigen für Lindenfeld 2 auf das erste Halbjahr 2020 vorgesehen. Es sei ein ziemlich satter Fahrplan, betonte Norbert Truffer. «Wir haben keinen Monat an Zeit zu viel.»

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

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