Eschenbacher Gemeinderat fordert unterirdische Umfahrung

Der Kanton Luzern plant derzeit die Umfahrungsstrasse von Eschenbach. Damit soll das Dorf entlastet werden. Der Gemeinderat will in die Planung einbezogen werden.

Niels Jost
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Stockender Verkehr durch Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli, 13. Juni 2014)

Stockender Verkehr durch Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli, 13. Juni 2014)

Die Verkehrsführung im Seetal ist seit Jahren unbefriedigend und soll verbessert werden. Deshalb sind im aktuellen Strassenbauprogramm des Kantons Luzern für die Planung der Umfahrungen von Hochdorf und Eschenbach bis im Jahr 2022 jeweils 2,5 Millionen Franken vorgesehen.

In die Planung Letzterer möchte der Eschenbacher Gemeinderat eingezogen werden, wie er mitteilt. Er fordert zudem eine unterirdische Linienführung. Damit liebäugelt der Gemeinderat schon länger. Nun habe er sich an einer Klausur «intensiv» mit dem Thema beschäftigt und die Forderung offiziell beim Kanton und bei der Idee Seetal platziert. Eine unterirdische Strasse schone das Kulturland und erhöhe den Lärmschutz, argumentiert der Gemeinderat.

Um den Nutzen der Umfahrung zu sichern, könne man sich zudem vorstellen, die dereinst entlastete Ortsdurchfahrt mit baulichen Massnahmen oder Tempo 30 aufzuwerten. Ob und wann die Umfahrung gebaut wird, ist noch unklar. Im aktuellen Bauprogramm ist sie im Topf B eingeteilt.

Hochdorfer Gemeinderat pocht auf Südumfahrung

Der Gemeinderat will die Zentrumsentlastung vorantreiben – und hält an einer Südumfahrung fest. Schützenhilfe bekommt er von der Idee Seetal. Doch auch bei dieser Variante zeigt sich Widerstand.
Ernesto Piazza