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ESCHOLZMATT: 850 Jahre und taufrisch

Eine verschollene Sagenfigur ist am Schmutzigen Donnerstag in Escholzmatt zu neuem Leben erwacht.
Guugenmusik in Escholzmatt. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Guugenmusik in Escholzmatt. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Lange haben sie auf ihn gewartet. Auf den sagenumwobenen Geisshorner, Schutzpatron der Escholzmatter Fasnacht, der vor rund 850 Jahren als Geissenhirt im heutigen Escholzmatt gelebt haben soll und eines Tages spurlos verschwand. Just zum diesjährigen 850-Jahr-Jubiläum der Gemeinde ist er nun wieder aufgetaucht.

Der Wolf und die Schäflein
Mehrere hundert Fasnächtler haben den grossen Auftritt des Geisshorners gestern nach dem traditionellen Umzug miterlebt. Eigens für ihn hat der neue Escholzmatter Fasnachtsrat ein Stück komponieren lassen, das fünf Guuggenmusigen gemeinsam uraufführten.

Ein weiteres tierisches Highlight am Umzug war die Guuggenmusig Alte Guugger Äschlismatt, eine Horde Schäfchen, samt Rotkäppchen, Jagdverwalter und einem Wolf als Rudelführer. Mit dabei ein hohes Tier: Gemeindepräsident Gody Studer ruuggte im Schafsgwändli fröhlich mit. Oder ist er vielleicht ein Wolf im Schafspelz? «Nein, nein», lachte Studer. «Heute müssen wir alle dem Wolf folgen. Ich bin froh, wenn ich nicht gefressen werde.» Das Fazit zum Umzug von Besucherin Ursula Wingeier (34) aus Escholzmatt: «Sehr einfallsreich und immer wieder schön.»

Michael Graber

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