ESCHOLZMATT: Auf Fireball folgt die grüne Fee

Trotz «exotischem» Standort: Die Schnapsbrenner aus Escholzmatt behaupten sich im rauen Spirituosenmarkt. Seit 125 Jahren.

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«Wir sind klein, aber fein.» Käthi und Ivano Friedli-Studer stossen auf das Jubiläum an. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

«Wir sind klein, aber fein.» Käthi und Ivano Friedli-Studer stossen auf das Jubiläum an. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Was nach James Bond und Märchen tönt, ist in diesem Fall keine Fiktion: Fireball ist ein Flambier-Klassiker aus der Distillerie Studer in Escholzmatt. Der Orangenlikör steht seit Jahren praktisch in jeder Schweizer Hotelküche.

Und die grüne Fee ist ein Absinth, den das traditionsreiche Familienunternehmen jetzt zum 125-Jahr-Jubiläum unter dem Namen Swiss Original Absinth neu lanciert. Und zwar nach der Originalrezeptur von 1883. Schon damals kam aus dem Hause Studer ein eigener Absinth, ehe er in der Schweiz für lange Zeit verboten wurde.

Die heutigen Inhaber der Distillerie Studer sind Käthi und Ivano Friedli-Studer. Besonders bekannt ist das Haus Studer jedoch nicht für Fireball und grüne Fee, sondern für seine Vieille-Produkte (Vieille Prune, Vieille Williams, Vieille Poire). Für diese braunen Liköre, aber auch für zahlreiche helle Edelbrände hagelte es im Verlaufe der Jahre unzählige Auszeichnungen. «Wir sind klein, aber fein», bringen Käthi und Invano Friedli den Erfolg des Unternehmens auf den Punkt.

Kreativität und Innovation
«Klein, aber fein» allein reicht jedoch nicht, um als gewerbliche Brennerei im rauen Spirituosenmarkt zu bestehen. «Da steckt natürlich mehr dahinter, zumal wir hier in der Entlebucher Landschaft ein bisschen als Exot daherkommen», sagt Ivano Friedli.

Neben der grünen Fee wurde zum Jubiläum ein zweites neues Produkt lanciert. Zu den ersten Kunden des Swiss Gold Vodka gehört die chinesische Armee. Diese hat für ihre Offiziere in Escholzmatt vorerst 360 Flaschen geordert. Schlägt dieser Wodka ein, könnte daraus für die Entlebucher Schnapsbrenner ein gutes Exportgeschäft werden. Denn «Wodka ist weltweit die meist getrunkene Spirituose», weiss Ivano Friedli.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.