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ESCHOLZMATT: Schneemangel weckt die Kreativität

Weil der Schnee nicht kommen will, tauchte Escholzmatt kurzerhand ins Konfettigestöber ein und lebte sich umso übermütiger am Umzug aus.
Bei den «sieben Zwergen» kamen die Skirennfahrer am gestrigen Umzug gross heraus. (Bild: Hannes Bucher (Escholzmatt, 23. Februar 2017))

Bei den «sieben Zwergen» kamen die Skirennfahrer am gestrigen Umzug gross heraus. (Bild: Hannes Bucher (Escholzmatt, 23. Februar 2017))

Ein übermütiger Jauchzer mischte sich am Donnerstag schon vor Umzugsbeginn da und dort ins Vorbereitungsgeschehen an der Escholzmatter Bahnhofstrasse. Dies im bunten Mix mit den Guuggerklängen und einer Brise Trichlerrhythmen. Zusammen mit dem prächtigen Wetter kam bald eine Art fasnächtliche Sennestimmung auf. 800 Leute beteiligten sich dieses Jahr am Umzug. «Wir haben 36 Nummern. Jedes Jahr mehr», freute sich Roger Limacher vom Äschlismatter Fasnachtsrat. «Viele Junge sind mit dabei. Der Nachwuchs ist gesichert.»

Recht hatte er. Da waren etwa die Oberstufenschüler im Edelweisshemd, die Tabakpfeife im Mund, begleitet von den flotten Älplermeitschi Anna, Selin und Eva. Sie wollten aber beim Umzug nicht etwa das heile Älpler­leben kolportieren. Vielmehr hatten sie es auf Donald Trump abgesehen. «Nein, der müsste uns nicht im Entlebuch regieren. Der sicher nicht …». Trumps Konterfei war bei ihrer Nummer mit dabei – mit dem sinnigen, vieldeutigen Text «Chli stinke muess es …». Punkt 14 Uhr ging es los:

Die Urgestalt führte den Korso an

Der Geisshorner, die Urgestalt, flankiert von den Vierbeinern, eröffnete den farbig-lärmigen Korso. Das Publikum säumte in Scharen die Strasse und liess sich im Nu von der Stimmung anstecken. Das Konfettigestöber tröstete über den viel beklagten Schneemangel hinweg. Und die Hötlibuebe konnten für ihre witzige Nummer «Schnee-Not im Sörebärg» einen Haufen vom weissen Entlebucher Gold auftreiben.

Weiter gabs nochmals eine Portion Trump von den Lädler­sieche; die Stündeler Schüpfheim zeigten eine Tierschützerin, die an der Alpabfahrt der armen Kuh einen Pamir anzieht, um sie vor dem Glockenlärm zu schützen und die JS-Wagenbau-Gruppe präsentierte eine Gratwanderung mit Seil und Hacken und dem vergeblichen Versuch, das Gipfelkreuz zu erreichen. Und nein – Beat Feuz ist kein Zwerg – auch wenn er von den sieben Zwergen dargestellt wurde. Er wuchs augenfällig zünftig über das Zwergen-Dasein hinaus. Fast in den Escholzmatter Fasnachtshimmel hinein. «Ein bisschen Spass muss sein», plärrte das Trio vom Phantom of Schmudo. Die Escholzmatter hatten jede Menge davon.

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 36
Anzahl Zuschauer: 2500
Stimmung: übermütig
Dauer: exakt eine Stunde
Highlight: Trump-Parodien

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

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