Springreiter Paul Estermann blitzt mit Anzeige gegen die Luzerner Staatsanwaltschaft ab

Das Kantonsgericht weist eine Beschwerde des Hildisrieder Springreiters Paul Estermann ab. Die Staatsanwaltschaft habe die Öffentlichkeit zu recht über ein laufendes Verfahren informiert.

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Paul Estermann.

Paul Estermann.

Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller, St. Gallen, 2. Juni 2019

(rgr) Der Springreiter Paul Estermann ist vom Bezirksgericht Willisau wegen Tierquälerei verurteilt worden. In diesem Zusammenhang erhob der Pferdesportler aus Hildisrieden Strafanzeige gegen den leitenden Staatsanwalt der zuständigen Abteilung und den Leiter der Medienstelle der Strafuntersuchungsbehörden wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses.

Dies, weil die Staatsanwaltschaft eine Medienmitteilung zum Straffall veröffentlichte, nachdem dieser an das Bezirksgericht überwiesen wurde. Die Staatsanwaltschaft wie auch die Medienstelle der Strafuntersuchungsbehörden gaben damals Medien Auskünfte über Inhalt und Verlauf des Verfahrens.

Öffentlichkeit wurde zu recht informiert

Die Oberstaatsanwaltschaft trat auf Estermanns Strafanzeige nicht ein, wie dem am Dienstag veröffentlichten Urteil zu entnehmen ist. Dagegen erhob der Pferdesportler Beschwerde beim Kantonsgericht. Das Kantonsgericht wies die Beschwerde gegen zwei Nichtanhandnahmeverfügungen der Luzerner Oberstaatsanwaltschaft ab.

Die Staatsanwaltschaft habe die Öffentlichkeit zu Recht über ein laufendes Strafverfahren informiert. Der Beschluss des Kantonsgerichts kann innert 30 Tagen mit Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden.