Etappensieg für Gewerkschaften

Das Referendum von linker Seite gegen längere Ladenöffnungszeiten kommt zu Stande – schon nach gut der Hälfte der Sammelzeit.

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Apothekenverkäuferin Irena Bosnjak bei der Arbeit. Über die Ladenöffnungszeiten entscheidet das Volk. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Apothekenverkäuferin Irena Bosnjak bei der Arbeit. Über die Ladenöffnungszeiten entscheidet das Volk. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Am Samstag eine Stunde länger und vor Feiertagen bis 18.30 statt bis 17 Uhr einkaufen: Das Luzerner Kantonsparlament hat im Dezember 2011 eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten beschlossen. Doch jetzt hat das Volk das letzte Wort. Denn das Referendum von Gewerkschaften, SP und Detaillistenverband gegen die Gesetzesänderung kommt zu Stande.

Bis gestern seien 3600 Unterschriften gesammelt worden, sagt Marcel Budmiger, Geschäftsleiter des Gewerkschaftsbundes und SP-Grossstadtrat, auf Anfrage der Neuen Luzerner Zeitung. Nötig sind 3000 beglaubigte Unterschriften. «Es treffen nach wie vor Unterschriften ein. Und wir sammeln weiter», betont er. Die zweimonatige Referendumsfrist läuft noch bis am 15. Februar.

Ladenschluss ganz abschaffen?

Im Kanton Luzern wird das Volk damit nicht nur zu längeren Öffnungszeiten am Samstag und vor Feiertagen befragt. Es muss auch darüber befinden, ob das kantonale Ladenschlussgesetz ganz abgeschafft werden soll und die Geschäfte ihre Öffnungszeiten gänzlich selber bestimmen können. Dies will die Volksinitiative der Jungen FDP, die vergangene Woche offiziell zu Stande gekommen ist.

Das Ladenschlussgesetz abgeschafft haben etwa die Kantone Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Aargau. Luzern hat in der Zentralschweiz die restriktivsten Ladenöffnungszeiten.

Thomas Oswald

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