ETH gibt grünes Licht für Hochwasserschutz

Die vom Kanton Luzern geplanten Hochwasserschutzmassnahmen beim Reusszopf im Gebiet Seetalplatz bestehen die Tests an der ETH Zürich. Bei der Kleinen Emme soll ein zweiter Flussarm gebaut werden.

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Das Modell des Reusszopfes in einer Halle der ETH Zürich. Links ist die Nachbildung des Flussbetts der Reuss, rechts dasjenige der Kleinen Emme. (Bild: PD)

Das Modell des Reusszopfes in einer Halle der ETH Zürich. Links ist die Nachbildung des Flussbetts der Reuss, rechts dasjenige der Kleinen Emme. (Bild: PD)

Die Kleine Emme fliesst im Gebiet Seetalplatz mit der Reuss zusammen und weist gemäss einer Medienmitteilung des Kanton Luzerns eine zu geringe Abflusskapazität auf. Damit mehr Wasser durch die Kleine Emme abfliessen kann, soll ein zweiter Flussarm gebaut werden. Der Kanton Luzern hat dies an der ETH in Zürich prüfen lassen und grünes Licht für die geplanten Massnahmen erhalten.

Das Hochwasserschutzprojekt sei davon abhängig, wie der Verkehr am Seetalplatz gestaltet wird, heisst es weiter. Massnahmen sollten deshalb aufeinander abgestimmt werden. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der Märzsession über einen möglichen Sonderkredit entscheiden.

Die kleine Emme zähmen

Mit dem Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme» will der Kanton bis ins Jahr 2020 total 165 Millionen Franken investieren, um die Kleine Emme zu zähmen und gleichzeitig die insgesamt über 23 Kilometer langen Uferzonen aufzuwerten. Vorgesehen sind primär Flussverbreiterungen sowie neue Mauern.

Geplant sind die Schaffung einer Naherholungszone und der Bau mehrerer neuer Brücken. Das 37-Millionen-Franken- Teilprojekt steht im Zusammenhang mit dem «Masterplan Luzern Nord» und der Neugestaltung des Seetalplatzes («Epsilon optimiert») und soll als Erstes realisiert werden.

scd/pd/ks