EURO 08: Luzern prüft eine Rundstrecke für Fussballfans

Während der Euro 08 soll die Luzerner Seebrücke nicht mehr gesperrt werden. Fans sollen gar eine Rundstrecke zum Feiern erhalten.

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Autokorsos mit Fans ? hier bei der WM 2006 ? bald auf speziellem Kurs? (Bild Eveline Bachmann / Neue LZ)

Autokorsos mit Fans ? hier bei der WM 2006 ? bald auf speziellem Kurs? (Bild Eveline Bachmann / Neue LZ)

Fussball, Fahnen, Hupkonzerte: Während der Fussball-Europameisterschaft vom 7. bis 29. Juni sind Freudenkundgebungen auf den Strassen garantiert auch in Luzern. «Wir werden Hupkonzerte und Autokorsos im Anschluss an die Spiele tolerieren solange der Verkehr nicht zu stark behindert und niemand gefährdet wird», sagt Ernst Röthlisberger, Kommandant der Stadtpolizei Luzern. «Die Erfahrung zeigt, dass die Hupkonzerte etwa eine Stunde dauern. Diese Zeit mögen wir den Fans sämtlicher Mannschaften gönnen», sagt Röthlisberger. «Unsere Toleranz ist im Interesse aller. Denn die Hupkonzerte gehen schneller vorbei, wenn sie nicht gestört werden. Und verhindern kann man sie ohnehin nicht.» Wäre nicht Europameisterschaft, würde missbräuchliches Hupen den Autolenker 40 Franken Busse kosten.

Keine Strassensperrungen
Wenn sich die Autokorsos nach einer Stunde nicht auflösen oder falls sie ausarten, wird die Polizei laut Röthlisberger eingreifen. In der Vergangenheit hat die Stadtpolizei immer wieder mit Strassensperrungen auf überschwängliche Freudenkundgebungen reagiert.

Um dafür zu garantieren, dass der Verkehr in der Stadt nicht wegen den hupenden Fans zum Erliegen kommt, regt Robert Casagrande, Präsident des Quartiervereins Altstadt, einen Fan-Rundkurs an. «Damit der Verkehr nicht zusammenbricht, müsste dieser lang genug sein. Er könnte etwa vom Luzernerhof zum Bahnhof und dann über die Autobahn und den Sedel zurück zum Luzernerhof führen.» Casagrande möchte den Fankorso am liebsten über die Autobahn führen, hat aber auch eine Alternativroute (Variante 2 in der Grafik) skizziert, falls dies nicht möglich ist. Dazu Röthlisberger: «Diese Vorschläge sind prüfenswert. Eine definierte Route ist auch Teil unserer Überlegungen.»

Tobias Lang

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.