Euro Skills
Zentralschweizer Steinmetz hämmert sich an der Berufs-EM in Graz auf Platz sieben

Eine Medaille hat sich Maurizio Tschirky (21) aus Einsiedeln zwar nicht erarbeitet. Die Erfahrung aus dem Wettbewerb ist für ihn aber Gold wert. Von dieser sollen Berufskollegen profitieren.

Roger Rüegger
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Maurizio Tschirky zu Hause mit einem Übungsstück.

Maurizio Tschirky zu Hause mit einem Übungsstück.

Bild: Manuela Jans-Koch (Einsiedeln, 16. September 2021)

Der Auftakt an den Euro Skills in Graz war vielversprechend. Maurizio Tschirky aus Einsiedeln hat bei seiner ersten Arbeit eine top Punktzahl erreicht. «Die Aufgabe im ersten Modul war eine Schablone. Die Fertigung solcher Teile ist meine Stärke. Ich weiss gar nicht, wie ich diese jeweils in relativ kurzer Zeit so genau hinkriege», schildert der Einsiedler Steinmetz, wie er in den Wettbewerb gestartet ist.

Das Handwerk der Steinmetze als Übersicht.

Quelle: youtube

Der 21-jährige Handwerker hat die Schweiz an der Berufseuropameisterschaft in Österreich vertreten. Er erhoffte sich zwar im Vorfeld eine Medaille, im Nachhinein ist er mit seiner Leistung und dem daraus resultierenden siebten Rang jedoch «sehr zufrieden», wie er auf Anfrage sagt.

Dies auch im Wissen, dass einige Mitbewerber bereits Erfahrungen aus internationalen Wettbewerben in die Waagschale legen konnten. Der Sieger aus Österreich holte zum Beispiel an den World Skills 2019 in Kasan die Silbermedaille und auch der drittplatzierte Handwerker aus Deutschland vertrat sein Land damals in Russland.

Nie zuvor ein so starkes Teilnehmerfeld

«Ein langjähriger Experte liess uns nach den Skills wissen, dass er noch nie ein derart starkes Niveau an einer Meisterschaft erlebt hat», erzählt Tschirky. Trotz seinem guten Auftritt hinterfragte er sich, wo er noch mehr Punkte hätte erreichen können. «Es ist doch klar, dass man immer etwas zu kritisieren hat an seinen Arbeiten. Ich denke, dass ich beim Relief zu viel Zeit verloren habe, die mir später beim Hauptstück fehlte», zählt er auf und fügt dann hinzu, dass er zu dieser Erkenntnis erst nach dem Wettkampf gekommen sei.

Was er jetzt aber als Pluspunkt wertet, nämlich für die Zukunft. «Auf dieser Erfahrung kann ich aufbauen. Ich werde selber zwar nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen, aber mein Wissen will ich gern weitergeben und künftige Kandidatinnen und Kandidaten für die Euro Skills trainieren und auf ihren Wegen begleiten», so Tschirky.

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