EVENTPOLITIK: Luzerner Stadtrat schafft Koordinationsstelle

Der Luzerner Stadtrat macht nun in Eventpolitik. Am Dienstag hat er ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Eine Koordinationsstelle soll die Interessen von Veranstaltern, Bevölkerung und Wirtschaft ins Gleichgewicht bringen.

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1995 wurden in Luzern rund 300 Bewilligungen für die Benützung öffentlichen Grundes - damals wahrscheinlich noch Veranstaltungen genannt - erteilt. 2007 waren es rund 800. Als Grund für die Zunahme diagnostiziert der Stadrat "die Entwicklung zu einem urbanen Ort und attraktiven Lebensraum mit Zentrumsfunktion".

Bisher wurde die Aufgabe der Koordination der Veranstaltungen respektive Events im Auftragsverhältnis von der Messe Luzern AG übernommen. 2006 nahm versuchsweise eine eigene Stelle für Eventkoordination den Betrieb auf. Diese will der Stadtrat nun definitiv einführen.

Vermittlungs- und Anlaufstelle
Diese Koordinationsstelle soll zwischen Veranstaltenden, Verwaltung und anderen Gruppen vermitteln und zentrale Anlaufstelle sein. Sie berät und erarbeitet Bewilligungen unter Einbezug der städtischen Dienstabteilungen und Dritten.

Dem Stadtrat sei es ein Anliegen, dass die in Luzern durchgeführten Anlässe von guter Qualität seien, lässt er verlauten. Zwei Instrumente sollen helfen: Bewertung der Events nach Kriterien und Entscheid über städtische Beiträge einerseits, einheitliche Standards (Sicherheit, Verkehr, Beschallung, Reinigung, Entsorgung) anderseits.

Zu den Qualitätskriterien macht die städtische Exekutive folgende Vorgaben: mikro- und makroökonomische Aspekte, Image und Ausstrahlung, Umwelt und Verkehr, öffentlicher Zugang und Förderung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sowie Verfügbarkeit von Raum, Zeit und Ressourcen.

sda