EVOLUTIONSTHEORIE: Ominöse Plakatkampagne sorgt für Aufsehen

Ein rosaroter Pfeil greift die Schweiz an: Mit dieser Symbolik sorgt ein türkischer Intellektueller, der an der Evolutionstheorie zweifelt, für Wirbel. Auch in der Agglomeration Luzern hängen Plakate.

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Ein Plakat an der Sternmattstrasse in Luzern. (Bild René Meier/Zisch)

Ein Plakat an der Sternmattstrasse in Luzern. (Bild René Meier/Zisch)

Vom Affen zum Mensch: Das ist für den türkischen Autor Adnan Oktar, besser bekannt unter dem Pseudonym Harun Yahya, falsch. Er bekämpft die Evolutionstheorie mit Vehemenz und lädt am 28. Mai ins Kongresshaus Zürich zu einer «wissenschaftlichen Konferenz zum 'Origin of Live' ein», wie es auf Plakaten heisst, die auch in der Stadt Luzern aufgehängt sind.

APG sieht kein Verstoss
In der Stadt Luzern sind 31, in der Agglomeration 58 Plakate durch die Allgemeine Plakatgesellschaft APG aufgehängt worden. Weil kein Verstoss gegen geltende Gesetze oder Vereinbarungen erkannt wurden, sind die Plakate erlaubt. «Wir fungieren nicht als Zensurstelle», sagt Nicolas Adolph, Projektleiter der APG auf Anfrage. Die APG stelle lediglich attraktive Standorte für Werbekampagnen zur Verfügung. Da geltenden Gesetze nicht verletzt wurden, sind die Plakate auch nicht der Stadt Luzern zur Prüfung vorgelegt worden.

scd/rem