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Ex-Fussballer Sandro Marini verlässt das Berghaus Dorschnei in Kriens

Nach fünf Jahren Bergbeizertum ist Schluss: Der ehemalige Profi-Fussballer Sandro Marini kehrt der Berghütte Dorschnei am Pilatus den Rücken. Das Zepter wird im neuen Jahr der Profikoch Marco Graf übernehmen. Ein stimmiger Wechsel für beide.
Sandra Monika Ziegler
Ex-Fussballer Sandro Marini (30) verlässt im Dezember das Berghaus Dorschnei. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 11. November 2018))

Ex-Fussballer Sandro Marini (30) verlässt im Dezember das Berghaus Dorschnei. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 11. November 2018))

Fünf Jahre hat Sandro Marini in der «Dorschnei» gewirtet. Am 9. Dezember ist Schluss damit. «Es ist eine gute Zeit um etwas anderes zu machen», sagt der 30-Jährige Ex-Fussballer. Das Wirten im Berghaus auf knapp 1000 Metern war eine Familienangelegenheit. Und bevor er den Pachtvertrag unterschrieb, hatte er Rücksprache mit ihr. Denn sein fussballerisches Engagement wollte er nicht aufgeben.

«Das gute Gelingen hat mit der regelmässigen Unterstützung meiner Eltern, meiner Freunde und Kollegen zu tun», erzählt Marini. Er werde gerne auf die Bergzeit zurückblicken. Mit dem Wirten, so Marini, habe er eine Lebenserfahrung mehr, die er nicht missen möchte. Was danach kommen wird, ist noch offen. «Nach der Schliessung habe ich genügend Zeit zum Reisen. Das ist das erste was ich mache», sagt Sandro Marini. Marini war einst Profi beim SC Kriens, FC St. Gallen und FC Vaduz.

Zurück an den Herd

Was die «Dorschnei», beziehungsweise Marini anderen Gastgebern voraus hat, ist seine Nachfolge. Denn bereits heute ist klar, dass auf Sandro Marini der Rothenburger Koch Marco Graf folgen wird. Seine letzte Station als Koch war das Restaurant Ochsen in Rothenburg. Dort erhielt er auch 13 Punkte von Gault Millau. Den Herd liess er zumindest beruflich einige Zeit kalt, wie Graf erzählt: «Ich arbeitete nach dem Ochsen in der Lebensmittelproduktion bei der Familie Estermann auf dem Hof Bueche in Rain.» Der Familienbetrieb produziert Köstlichkeiten unter dem Namen «Feines aus Luzern» ohne chemische Zusatzstoffe.

Im Berghaus Dorschnei will Marco Graf aber nicht mit einer Gourmetbeiz punkten. «Die Dorschnei ist nicht der Platz dafür. Hier setze ich auf eine währschafte, ehrliche Küche und werde wieder bewusst nach alten Rezepten kochen», beschreibt er seine kulinarischen Absichten. Dazu zählt er nicht nur die Bratwurst mit Rösti, sondern auch mal ein Rindsschmorbraten, Fleischvögel, Kalbskopf oder auch Kutteln.

Apropos Bratwurst, Graf will dereinst selber wursten: «Mit meinem Cousin Daniel haben ich ein Projekt mit Schweinen. Auf seinem Land grunzen zur Zeit drei Turopolje-Schweine. Unser Traum ist es, das Fleisch von unseren eigenen Tieren zu verwerten.» Die «Dorschnei», so Graf, kenne er von seiner Kindheit. «Wir waren viel mit unseren Eltern dort. Doch zwischendurch hab ich das Beizli aus den Augen verloren.» Erst als er erfuhr, dass dort ein Wirtewechsel bevorsteht, machte er sich darüber Gedanken und meldete nach Absprache mit seiner Familie sein Interesse an.

Gäste kommen nicht zufällig vorbei

«Mich reizt daran, dass wer dort hinkommt, einen Fussmarsch von mindestens einer halben Stunde auf sich nehmen muss. Der Gast ist also nicht zufällig da, sondern ganz bewusst. Und da macht es doch doppelt Freude, diesen Gast zu bewirten.» Wie Marini wird auch Graf auf einen Familienbetrieb setzen: Er als Koch und seine Frau Manuela als Gastgeberin. Dazu wird dann später noch eine Teilzeitstelle zu besetzen sein. Doch Hilfe, so Graf, könne er auch von Freunden und Bekannten erwarten. Die Öffnungszeiten bleiben gleich: Von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Graf will flexibel bleiben, so kann er sich gut vorstellen an Wochenenden gezielt Gäste anzuziehen: «Das kann im Sommer mit Grill, im Herbst mit Wild oder auch auf Anfrage zum Beispiel ein Familienanlass mit Spezialmenü sein.» Starten in der Krienser Dorschnei wollen Manuela und Marco Graf Mitte Januar.

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