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Ex-Nato-Soldat marschiert quer durch Europa für einen guten Zweck

Daniel Jan aus Österreich wandert 7300 Kilometer zu Fuss, um Spenden für kranke Menschen zu sammeln. Am Dienstag in den frühen Morgenstunden erreichte der ehemalige Nato-Soldat die Stadt Luzern.
Gabriela Jordan
Daniel Jan am Dienstag Morgen bei seiner Ankunft auf dem Europaplatz in Luzern. (Bild: PD)

Daniel Jan am Dienstag Morgen bei seiner Ankunft auf dem Europaplatz in Luzern. (Bild: PD)

Es gehe gar nicht um ihn, betont Daniel Jan (46), gebürtiger Tscheche und Wahlösterreicher, am Telefon. Lieber solle unsere Zeitung über die Menschen schreiben, denen er helfen wolle. Daniel Jan sammelt nämlich Spenden für erkrankte Menschen und reist dafür quer durch Europa. Ursprünglich begonnen hat das Vorhaben unter dem Namen «Daniel for Daniel», mit dem er einen krebskranken Jungen namens Daniel aus Wien unterstützen wollte. Inzwischen ist er für eine Frau namens Ursula Mohr unterwegs. Die Österreicherin leidet an schwerer Multipler Sklerose und benötigt einen teuren Apparat, um sich mittels Augensteuerung fortbewegen zu können.

Die Reise führt Daniel Jan von Österreich nach Lissabon und zurück – das Besondere daran: Er will die rund 7300 Kilometer zu Fuss zurücklegen. In Österreich hat er deshalb bereits grosse mediale Aufmerksamkeit erhalten. Gestern ist er nun in der Stadt Luzern angekommen. Über Nacht legte er 48 Kilometer von Zürich her zurück. «Ich bleibe nicht lange und gehe gleich weiter nach Bern und danach nach Frankreich. Und wenn ich schon dort bin, will ich nach Chamonix und auf den Mont Blanc», sagt er.

In Afghanistan und Kosovo

Anderen zu helfen und einfach einen Fuss vor den anderen zu setzen, tue ihm gut, erklärt Daniel Jan seine Motivation für das Unterfangen. Dabei könne er vieles verarbeiten, was er früher erlebt habe: Als Nato-Soldat war er drei Jahre lang in Afghanistan stationiert, später ein Jahr im Kosovo. Nach seinem Einsatz habe er unter einer posttraumatischen Belastungsstörung gelitten. Um sich zu erholen, habe er deshalb sechs Monate lang in einem thailändischen Kloster gelebt. «Die buddhistische Lebensanschauung sagte mir zu und hat mir sehr geholfen. Heute will ich nichts mehr. Nur meine Ruhe.»

Wie viel Geld er schon für Ursula Mohr gesammelt hat, weiss Jan nicht. Auf seiner Facebook-Seite ist ihre direkte Kontonummer angegeben, zu der er keinen Zugang hat. «Bei meiner Rückkehr in ungefähr acht Monaten werde ich mich mit ihr treffen und schauen, wie viel von den benötigten 20000 Franken zusammengekommen sind», sagt er. «Möglich ist auch, dass mir auf meiner Reise weitere Leute begegnen, denen ich helfen will. Das ist keine exklusive Sache.» Für seine eigenen Ausgaben während der Reise komme er dank seiner «kleinen Soldatenrente» selber auf.

Schlafsack wegen Hitze weggeworfen

Viel dabei hat Jan auf dem Weg nicht. Seinen Schlafsack zum Beispiel hat er wegen der aktuellen Hitze weggeworfen. Stattdessen schläft er unter freiem Himmel, dort, wo es ihm gerade gefällt. «Man kann nicht Gepäck für ein Jahr mitschleppen. Ich habe deshalb nur das Nötigste im Rucksack. Ab und zu kaufe ich mir halt ein neues Shirt.»

Hinweis: Wer Daniel Jan unterstützen will, kann ihn über die Facebook-Seite «Danielforursula» kontaktieren.

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