Experte: Fanarbeit nützt nichts

«Nützt nichts»: So lautet das Fazit eines Hooliganexperten zur Fanarbeit. Die Luzerner Polizei, der FCL und die Stadt Luzern beurteilen dies jedoch anders.

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Die Fanarbeiter Stefan Parpan (Mitte) und Christian Wandeler vor dem Stadion Gersag. Alessandro Rigoni (12) hat seine FCL-Fahne unter Leitung der Fanarbeiter gebastelt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Fanarbeiter Stefan Parpan (Mitte) und Christian Wandeler vor dem Stadion Gersag. Alessandro Rigoni (12) hat seine FCL-Fahne unter Leitung der Fanarbeiter gebastelt. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Fanarbeit ist zum Fenster hinausgeworfenes Geld», sagt der Zürcher Hooligan-Experte und Ex-Polizist Dölf Brack (69). Denn an die wirklich bösen Buben würden die Fanarbeiter gar nicht mehr herankommen. «Zu meiner Zeit konnte man mit denen noch reden», begründet er auf Anfrage seine Kehrtwende. Die Luzerner Polizei, der FCL sowie die Stadt Luzern beurteilen dies komplett anders und stellen der Fanarbeit ein Lob aus.

Der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler etwa weiss: «Seit es die Fanarbeit in Luzern gibt, ist es ruhiger geworden.» Die Fanarbeit erfülle eine wichtige Funktion als Vermittler zwischen den Behörden und der Polizei.Dem stimmt FCL-Sicherheitschef Mike Hauser zu. Die Arbeit der beiden soziokulturellen Animatoren Christian Wandeler und Stefan Parpan habe die Situation beruhigt und eine bessere Zusammenarbeit bewirkt.

Arbeit mit den Jungen ist zentral

Nicht bestritten wird jedoch von allen Parteien, dass es gewaltbereite «Fans» gibt, die nicht mit sich reden lassen. «Bei solchen Chaoten dürfen die Erwartungen nicht allzu hoch sein, da kommt auch die Fanarbeit an Grenzen», sagt Polizeichef Beat Hensler.

Als Herausforderung sieht der soziokulturelle Animator Christian Wandeler den Umzug ins neue Stadion. Mit mehr militanten Gruppen wie Dölf Brack rechnet er jedoch nicht.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.