Experte: Luzern soll Strichzonen schaffen

Mit Fahrverboten versuchen die Luzerner Stadtbehörden den Strassenstrich zu bekämpfen. Im kommenden Jahr soll zudem ein Strichverbot in Kraft treten. «Luzern ist damit auf dem falschen Weg», findet ein Zürcher Milieukenner.

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Eine Prostituierte wartet in der Stadt Luzern auf einen Freier. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Eine Prostituierte wartet in der Stadt Luzern auf einen Freier. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Valentin Landmann, der Zürcher Anwalt und Kenner des Milieus, ist der mit der Thematik bestens vertraut. Das Problem der Strassenprostitution liesse sich durch Verbote nicht lösen, sagt er im Interview mit der Zentralschweiz am Sonntag. «Wenn die Prostituierten im einen Quartier nicht mehr anschaffen können, dann gehen sie ins nächste. Sie lassen sich nicht aus der Stadt verdrängen.»

Landmann rät deshalb, Strichzonen zu schaffen – Areale also, in denen Prostituierte explizit toleriert sind. «Nur so kann man verhindern, dass man die Kontrolle über die Szene verliert.» Erste Anzeichen dafür gibt es in Luzern bereits: Die Prostituierten beim Kreuzstutz beispielsweise stehen nun nicht mehr in den abgesperrten Abschnitten, dafür bei der Kirche St. Karli – und sorgen damit für neuen Unmut im Quartier.

Pascal Imbach

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>