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F/A-18: Junge Grüne: Freude über Absturz

Ein Tweet der Jungen Grünen Luzern hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Viele Politiker unterschätzen die Wirkung von Social-Media-Beiträgen völlig, kritisiert ein Experte.
Robert Knobel
Gian Waldvogel, Co-Präsident der Jungen Grünen, bedauert den Tweet. (Bild: pd)

Gian Waldvogel, Co-Präsident der Jungen Grünen, bedauert den Tweet. (Bild: pd)

Die Jungen Grünen des Kantons Luzern haben nach dem Flugzeugabsturz in Alpnachstad folgenden Beitrag auf Twitter veröffentlicht: «Unsere Kampfjet-Flotte nähert sich langsam aber sicher einer sinnvollen Grösse». Wenig später löschte die Jungpartei den Tweet wieder – nachdem es zu einem Sturm der Entrüstung unter Twitter-Nutzern gekommen war. Gian Waldvogel, Co-Präsident der Jungen Grünen, bedauert die Entgleisung: «Es ist klar, dass man so etwas zu diesem Zeitpunkt und in diesem Zusammenhang nicht bringen durfte.» Wer für den Tweet verantwortlich war, will Waldvogel nicht sagen. Nur soviel: Auf den Twitter-Account der Jungpartei haben mehrere Personen Zugriff - sie können also im Namen der Partei Mitteilungen verschicken.

Andreas Brandenberg, Leiter des Instituts für Kommunikation und Marketing an der Hochschule Luzern, kritisiert, dass es vielen Politikern an Professionalität beim Umgang mit Social Media mangle. «Das Problem ist auch, dass Social Media meistens im privaten Bereich genutzt wird. Doch wenn man es als Vertreter einer Firma oder einer Partei tut, dann gelten ganz andere Regeln.» Es sei «erschreckend», wie wenig ausgeprägt dieses Bewusstsein noch sei.

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