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Interview

Fabian Peter: «Die Zwangsferien waren keine schlaue Sparmassnahme»

Fabian Peter (42) will in die Luzerner Regierung. Der Inwiler Kantonsrat sitzt in der Kommission für Raumplanung, Umwelt und Energie. Er setzt seinen Politschwerpunkt auf die Zukunft und auf deren Chancen sowie auf Energiethemen. Uns interessiert aber auch anderes.
Matthias Stadler
Regierungsratskandidat Fabian Peter. (Bild: Boris Bürgisser)

Regierungsratskandidat Fabian Peter. (Bild: Boris Bürgisser)

Im Wahlkampf sagen Sie, der Kanton müsse finanziell gesund sein, um seine Aufgaben zu erfüllen. Bedeutet das für Sie als bürgerlicher Kandidat sparen ohne Ende?

Fabian Peter: Nein. Der Staat hat Pflichtaufgaben wie etwa die Sicherheit, Strafverfolgung und Bildung. Dann gibt es auch Wünsche der Bevölkerung. Ich glaube, man muss zwischen Wünschen und Pflichten unterscheiden. Wenn die Einnahmen stimmen, kann man auch mal Wünsche erfüllen. Aber in den heutigen Zeiten müssen wir klar unterscheiden. Das ist ähnlich wie bei den Gemeinden. Nur weil 15 Personen Kochkurse wünschen, können wir das nicht einfach so anbieten.

Sie sprechen die Bildung an, sagen auf Ihrer Webseite auch, dass «Bildung unser wichtigster Rohstoff» sei. Trotzdem haben Sie die Zwangsferien für Luzerner Schüler im Herbst 2016 mitgetragen. Ein Widerspruch.

Im Nachhinein war das keine schlaue Sparmassnahme. Ich hatte damals schon ein ungutes Gefühl, aber es war so, dass wir ein Sparpaket hatten. Und wir von der FDP wollten dieses nicht aufschnüren, obwohl mir einige Massnahmen nicht passten. Denn wäre es aufgeschnürt worden, hätte es kein Budget gegeben. Das galt es zu vermeiden.

Sie haben im Sommer 2018 die FDP-interne Wahl gewonnen und treten als Nachfolger von Parteikollege Robert Küng an. Hand auf’s Herz: Sie sind gewählt.

Nein. Zwar ist die Ausgangslage nicht schlecht, aber Wahltag ist Zahltag. Es bleibt Wahlkampf und wir haben Bewegung im politischen System in unserem Kanton, auch wegen der finanziellen Situation der vergangenen Jahre. Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, einen guten Wahlkampf zu führen. Ich muss und will mir das Vertrauen der Bevölkerung erarbeiten.

Falls Sie gewählt werden: Welches Departement würden Sie am liebsten übernehmen?

Das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement von Robert Küng. Mit meiner Herkunft ist es klar, dass ich als Unternehmer und mit der Energie als meinem Kernthema für dieses Departement viel Erfahrung mitbringe. Aber ich weiss natürlich, dass die Departemente neu verteilt werden könnten, dies auch je nach Zusammensetzung der neuen Regierung. Deswegen bin ich auch für die anderen Departemente offen, jedes hat seinen Reiz.

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