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FACEBOOK: «Ich kann ja nicht jeden kontrollieren»

«Meine Ehre heisst Treue» – den Wahlspruch der Waffen-SS – hat er sich eintätowieren lassen. Und posiert im Internet mit SVP-Nationalrätin Yvette Estermann, die nichts von der rechtsextremen Ausrichtung U.I.s gewusst haben will.
SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Archiv Miriam Künzli/Neue LZ)

SVP-Nationalrätin Yvette Estermann. (Bild: Archiv Miriam Künzli/Neue LZ)

Enstanden sei das auf dem Facebook-Seite von U.I.* publizierte Foto bei einer Unterschriftensammlung gegen die Personenfreizügigkeit, wie die Gratiszeitung «20Minuten» meldet ( zum Artikel » ). Sie könne ja nicht jeden kontrollieren, mit dem sie kurz zusammenarbeite, wird Estermann zitiert. Sie werde aber das Gespräch mit dem 23-Jährigen suchen.

Liebrand sieht es nicht so eng
Ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist Anian Liebrand, Vizepräsident der Jungen SVP, der zurzeit durch seine Kritik am Holocaust-Gedenktag der Luzerner Schulen von sich reden macht (siehe Artikelverweis). Dieser relativiert, dass U.I. schon lange mit der rechten Szene abgeschlossen hätte; dieser sei «sogar» Mitglied der Jungen SVP. Anders sehen dies die beiden anderen ebenfalls auf dem Foto zu sehenden Nachwuchspolitiker, die U.I. sofort als Freund von ihrem Facebook-Profil gelöscht hätten, wie es in «20Minuten» weiter heisst.

Fotos unzensiert online gestellt
Auf der Site indymedia.org wurde der Fall bereits am späten Montagabend aufgenommen und dort sowohl der Name und auch zwei Fotos unzensiert online gestellt. Mit dieser rechtlich heiklen Praxis hatte das links bis linksextremistisch orientierte Portal schon mehrfach für Aufsehen gesorgt, unter anderem, als nach der letztjährigen Schlachtfeier die Fotos von mutmasslichen Rechtsextremen aufgeschaltet wurden und von den Usern mit Namen und Anmerkungen versehen werden konnten ( zum Artikel auf Zisch » ). Im Gegensatz zur Schlachtfeier – einem öffentlichen Anlass – handelt es sich hierbei jedoch um Privataufnahmen.

Autor «Radi»zweifelt an, dass die auf dem Foto abgebildeten Jung-SVPler nichts von einer neonazistischen Ausrichung U.I.s gewusst hätten – schliesslich sei ja das Porträt samt gut sichtbarem Tatoo als Profilfoto auf Facebook quasi öffentlich publiziert ( zum Text » ).

scd

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