Fachverbände reichen zweite Petition zur Rettung des Gewerbegebäudes Tribschen ein

Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse 51 in der Stadt Luzern bleibt im Fokus des öffentlichen Interesses. Architekten und Heimatschützer wollen das Gebäude vor dem Abriss bewahren.

Hugo Bischof
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Das Gewerbegebäude von Architekt Carl Mossdorf an der Tibschen 51 in Luzern.

Das Gewerbegebäude von Architekt Carl Mossdorf an der Tibschen 51 in Luzern.

LZ-Archivbild

Vertreter der Zentralschweizer Sektionen des Bunds Schweizer Architekten (BSA), des Innerschweizer Heimatschutzes (IHS) und des Schweizer Werkbunds (SWB) überreichten am Freitag um 11 Uhr vor dem Regierungsratsgebäude in Luzern den zuständigen Behörden des Kantons eine Petition. Sie fordern die Erhaltung des 1933 erbauten Gebäudes. Die Petition wurde von 2734 Personen unterschrieben.

Es ist bereits die zweite Petition, welche die Fachverbände zur Rettung des Gebäudes einreichen, unterstützt von den schweizerischen Organisationen des BSA und des Heimatschutzes. Die erste Petition mit 2314 Unterschriften war 2012 eingereicht worden.

Das vom Architekten Carl Mossdorf konzipierte Gebäude gehöre in seiner originalen Form zu den schweizerisch bedeutenden Pionierbauten der frühen Moderne, schreiben die Fachverbände:

«Das Gebäude ist für die Zentralschweiz eine Ikone dieser Epoche. Der Bau verkörpert die Anfänge der Moderne und ist ein frühes Baudokument dieses gesellschaftlich bis heute prägenden Zeitabschnittes in unserer Region und in der Schweiz.»

Das Gebäude gehört heute der CSS-Versicherung. Diese will das Gebäude abreissen und durch einen Neubau ersetzen. Damit will die CSS ihren direkt daneben gelegenen Hauptsitz erweitern. Die kantonale Dienststelle Hochschulbildung und Kultur entschied im September 2017, das Gebäude nicht unter Schutz zu stellen.