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Fäälimärt Sursee wappnet sich für Demonstration

Am Dienstag findet in Sursee der alljährliche Fäälimärt statt. Dieses Mal kündigen sich Nebengeräusche an.
Ernesto Piazza

Der Fäälimärt ist für viele Jäger ein heiliger Tag. Jeweils am Dienstag vor dem Schmutzigen Donnerstag treffen sie sich in der Surseer Stadthalle zu einem gemütlichen Beisammensein – zu ihrem Jägersonntag. Doch diesmal könnte der Anlass unter besonderen Vorzeichen stattfinden. Bei der Stadt Sursee sind für morgen Dienstag zwei Gesuche für jeweils eine Demonstration eingegangen, wie Marcel Büeler, Bereichsleiter öffentliche Sicherheit, auf Anfrage bestätigt.

«Den einen Aufmarsch einer Tierrechtsorganisation bei der Frischfleisch AG haben wir bewilligt.» Diese sollte den Fäälimärt nicht tangieren, da es sich bei den Demonstranten um andere Interessen handle, sagt Büeler. Eine solche Kundgebung hatte bei der Frischfleisch AG bereits im letzten Herbst stattgefunden und war friedlich verlaufen.

Organisatoren haben Jäger schriftlich informiert

Die zweite Demonstration, welche sich auf den Fäälimärt bezog, wurde vom Stadtrat Sursee nicht bewilligt. Nur: Momentan wisse man nicht, ob sich trotzdem Personen bei der Stadthalle einfinden werden, so Büeler. Und weshalb wurde die eine Demonstration bewilligt, die andere hingegen nicht? «Der Stadtrat hat entschieden, dass es zwei bewilligte Anlässe dieser Art am selben Tag in Sursee nicht leiden mag.»

Guido Roos, Präsident der Fäälimärt-Kommission, versucht der aktuellen Situation mit einer gewissen Gelassenheit zu begegnen. Er sagt: «Ich weiss nicht, was genau geplant ist und kenne diese Personen nicht.» Bekannt ist jedoch, dass es am Dienstagmorgen zwischen neun und zwölf Uhr vor der Stadthalle zu Demonstrationen kommen könnte. Deshalb haben die Organisatoren alle Jäger schriftlich über «eine mögliche Störung» informiert. Und dies mit der Bitte, «die direkte Konfrontation mit den Demonstranten, allenfalls auch mit zugewandten, eher gewaltbereiteren Gruppierungen zu vermeiden». Für Guido Roos ist wichtig, dass sich «niemand provozieren lässt». Es sei ein demokratisches Recht, ruhig und fair zu demonstrieren.

Trotzdem steht das Dispositiv des Organisators für Dienstag. So wird es beispielsweise beim Eingang zu Türkontrollen kommen und die Polizei ist ebenfalls informiert. Tag des Jagdhorns in der Stadt Luzern Peter Küenzi, Präsident Revierjagd Luzern, findet es «im Prinzip traurig» und kann es «nicht verstehen», dass die Jagd auf diese Art wieder ins Visier genommen wird. Gerade im Kanton Luzern sei sie gefestigt. Es fänden immer wieder positive Diskussionen mit Personen statt, die nicht jagen. Am 6. April geht in der Stadt Luzern der Tag des Jagdhorns über die Bühne. Weiter kann Jagd Kanton Luzern in diesem Jahr sein 100-Jahr-Jubiläum feiern.

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