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«Fall Malters»: Strafe für Sohn wird rechtskräftig

Am Montagnachmittag hätte vor dem Zürcher Obergericht der Berufungsprozess im «Fall Malters» beginnen sollen. Doch dazu kam es nicht.

(og) Der beschuldigte Hanfhändler hatte zuvor seinen Einspruch gegen das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon zurückgezogen, wie das Obergericht auf Anfrage mitteilte. Damit wird der Dietiker Urteilsspruch rechtskräftig.

In diesem Haus hatte sich die Mutter des beschuldigten Hanfhändlers 2016 verschanzt. (Bild. Pius Amrein, Malters, 9. März 2019)

In diesem Haus hatte sich die Mutter des beschuldigten Hanfhändlers 2016 verschanzt. (Bild. Pius Amrein, Malters, 9. März 2019)

Das Bezirksgericht hatte den Mann im September 2018 wegen seiner Drogengeschäfte, einer Sachbeschädigung und einer Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen à 100 Franken verurteilt. Der 50-Jährige hatte in verschiedenen Gemeinden – unter anderem in Malters – Drogenhanf angebaut. Vor Bezirksgericht war von 150 Kilogramm die Rede, was der Richter als «bandenmässig» einstufte.

Eine Razzia in Malters führte im März 2016 bekanntlich zum tragischen Ende: Als die Polizei die Indoor-Hanfanlage des Beschuldigten ausheben wollten, verschanzte sich dessen Mutter im Gebäude. Nach 17 Stunden erschoss die 65-Jährige ihre Katze und sich selbst. Der Staatsanwalt hatte in Dietikon für den Hanfproduzenten eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten verlangt, während der Verteidiger auf eine bedingte Strafe von 12 Monaten plädierte. Er hatte insbesondere geltend gemacht, dass sein Mandant nicht aus Egoismus und Geldgier, sondern aus Verantwortung gegenüber seiner psychisch schwer kranken Mutter gehandelt hatte.

Das Bezirksgericht hielt indes fest, dass der Mann aus egoistischen, finanziellen Motiven gehandelt habe: Seine Mutter hätte er auch mit legalen Mitteln unterstützen können.

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