FALL STOCKER: Gemeindepräsident: «Ich wusste von nichts»

Kokain im Blut – Beat Stocker sagt, er habe stets offen darüber informiert. Stimmt nicht, heisst es in Littau bei Gemeinderat und Parteien.

Merken
Drucken
Teilen
Josef Wicki, Gemeindepräsident von Littau. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Josef Wicki, Gemeindepräsident von Littau. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Neun Monate ohne Fahrausweis wegen Drogen: Beim parteilosen Littauer Schulvorsteher, Fahrlehrer und Stadtratskandidat Beat Stocker wurde 2005 Kokain nachgewiesen. Das gab er nun gegenüber verschiedenen Medien zu. «Davon wusste ich nichts», sagt der perplexe Littauer Gemeindepräsident Josef Wicki gegenüber unserer Zeitung. Man habe lediglich von der später eingestellten Strafuntersuchung und vom neunmonatigen Fahrausweisentzug Kenntnis gehabt. Von den Parteien erinnert sich ausser der SVP ebenfalls niemand an Informationen betreffend Kokain. Stocker hingegen teilt den Medien mit, dass er den Gemeinderat, Schulpflege und Parteien damals offen informiert habe.

Ob der 52-Jährige als Gemeinderat weiterhin tragbar ist, will Wicki nun im Kollegium zusammen mit Stocker beraten. Wickis persönliche Meinung zum Fall: «Wer Kokain konsumiert sollte kein öffentliches Amt bekleiden.» Beat Stocker war für unsere Zeitung gestern nicht erreichbar.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.