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Mops Armani arbeitet für die Polizei

Für die erste fiktionale Eigenproduktion des TV-Senders 3+ «Bernegger & Juric» konnte ein Familienhund aus Hochdorf eine wichtige Rolle ergattern. Dies auch, weil er auf den Befehl «buddeln» hört.
Jessica Bamford
Schauspieler Christian Martin Schäfer als Nikola Juric mit Mops Armani. (Bild: PD)

Schauspieler Christian Martin Schäfer als Nikola Juric mit Mops Armani. (Bild: PD)

Ein Mops als Polizeihund – ein ungewöhnliches Bild: Dieses wird ab morgen um 20.15 Uhr in der ersten fiktionalen Eigenproduktion «Bernegger & Juric» von 3+ zu sehen sein. Armani, der Hund, der Kommissar Nikola Juric auf seiner Arbeit begleitet, kommt aus Hochdorf. Die Mops-Besitzerin Aneta Karolonek (45) erzählt, wie es dazu gekommen ist: «Die Verantwortlichen der Sendung sind auf mich zugekommen. Sie haben meine Website gesehen und uns zum Casting eingeladen.»

Bedingungen für die Einladung zum Casting waren ein guter Grundgehorsam – auch bei fremden Leuten – sowie die Ausführung des Befehls «buddeln». Beides beherrscht Armani tadellos, weshalb er für die Rolle ausgewählt wurde. Warum die Verantwortlichen einen Mops statt eines klassischen Polizeihunds wollten, kann Aneta Karolonek nur erraten: «Wahrscheinlich wollten sie zeigen, dass auch ein Familienhund den guten Riecher haben kann. Ausserdem gibt er der Serie etwas Liebliches.»

Hunde brauchen Herausforderungen

Aneta Karolonek ist nicht eine gewöhnliche Hundehalterin, sondern züchtet professionell «gesunde» Möpse unter dem Namen «Mops Deluxe». Ihr Ziel ist es, schlanke, starke Möpse mit guter Atmung zu züchten. Ausserdem arbeitet sie mit ihren vier eigenen Hunden sehr bewusst. So ist Armani zurzeit in der Ausbildung zum Therapiehund. «Ich arbeite lediglich 50 Prozent auf der Gemeinde Hünenberg, weil ich sonst nicht genug Zeit hätte, um mich um meine Hunde zu kümmern.» Ihr ist dabei vor allem wichtig, dass Hunde Herausforderungen brauchen, und diese auch mögen, dass sie aber nicht überfordert werden sollen.

Eine solche Herausforderung war der Dreh der Krimiserie für ihren dreieinhalbjährigen Armani allemal. Während zehn Tagen war sie mit ihm auf dem Set. Diese Zeit sei für ihren Mops sehr intensiv gewesen. Deshalb sei es wichtig gewesen, ihm in den Pausen die nötige Ruhe zu gönnen. «Er hatte eine Box auf dem Set, zu welcher niemand hin durfte, sodass er sich erholen konnte», erklärt die 45-jährige Halterin. Die Arbeit auf einem Filmset sei für Hunde gut geeignet, da jeweils kurze Szenen gedreht werden müssen und danach immer wieder Pausen möglich sind. Der Dreh durfte jeweils nicht länger als eine Stunde am Stück dauern, denn sonst wäre die Konzentration bei Armani weg gewesen. «Wenn es für den Hund genug ist, dann ist genug.»

Vertrauen zwischen Hund und Schauspieler ist wichtig

Ohne Leine neben den Schauspielern mitzugehen, war eine Aufgabe, die Armani meistern musste. Dies braucht viel Vertrauen. Dazu habe Aneta Karolonek darauf geachtet, dass Armani vor dem Dreh möglichst viel Zeit mit den Schauspielern verbringen konnte. «Das war vor allem wichtig, weil ich nicht immer dabei sein konnte. So zum Beispiel, wenn Szenen im Wald gedreht wurden.» Armani hat diese Aufgabe laut seiner Besitzerin sehr gut erfüllt. Deshalb kann sie es sich gut vorstellen, erneut bei einem ähnlichen Projekt mitzumachen. «Wenn die Serie gut läuft, können wir bei den weiteren Folgen wieder dabei sein. Und ich habe bereits weitere Angebote und Anfragen erhalten, zum Teil auch von deutschen Sendern», sagt die Besitzerin stolz.

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