Fan-Perron soll Gewalt verhindern

Im Kampf gegen den Hooliganismus planen Behörden, FCL und SBB eine neue Massnahme: einen Fan-Perron im Luzerner Güterbahnhof.

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Samstag, 19. Mai 2007: Nach dem Spiel des FC Luzern gegen den FC Basel kommt es beim Bahnhof zu Ausschreitungen. Die Polizei setzt einen Wasserwerfer ein. (Bild: Philipp Schmidli  / Neue LZ)

Samstag, 19. Mai 2007: Nach dem Spiel des FC Luzern gegen den FC Basel kommt es beim Bahnhof zu Ausschreitungen. Die Polizei setzt einen Wasserwerfer ein. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Extrazüge mit Gästefans sollen ab Herbst 2013 nicht mehr im Hauptbahnhof ankommen, sondern im Güterbahnhof. Dadurch könnte verhindert werden, dass die Fangruppierungen aneinandergeraten. Zudem wären so der Bahnhofsbetrieb sowie der Verkehr in der Neustadt massiv weniger beeinträchtigt. Bis Ende Jahre soll ein konkretes Projekt vorliegen.

Sowohl Kanton, Stadt, SBB als auch FCL haben sich bereiterklärt, dem Fan-Perron zum Durchbruch zu verhelfen. Die Kosten von 1 bis 2 Millionen Franken sollen auf die vier Partner aufgeteilt werden. Wer wie viel zu zahlen haben wird, ist noch nicht klar.

Konkordat soll verschärft werden

Der Fan-Perron ist jedoch nur eine Massnahme im Kampf gegen Gewalt und Ausschreitungen an Fussballspielen. Falls der Luzerner Kantonsrat im Juni dem verschärften Konkordat gegen Gewalt im Sport zustimmt, stehen der Regierung und der Polizei bereits ab kommendem September eine ganze Palette neuer Massnahmen zur Verfügung.

Denn neu sollen Fussball- und Eishockeyspiele der höchsten Liga bewilligungspflichtig werden. Die Behörden können diese Bewilligungen mit Auflagen verbinden. Darunter befinden sich etwa: Identitätskontrollen, Sitzplatzpflicht, Alkoholverbot oder die Einführung von Kombitickets.

lw

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