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Fanarbeit: Distanz schaffen zur Gewalt

Robert Knobel zur Umfrage der FCL-Fanarbeit.
Robert Knobel
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region.

Über 94 Prozent der Besucher des Fussballstadions Swisspor-Arena fühlen sich sicher. Diese Nachricht ist erfreulich. Doch die Umfrage zeigt auch, dass sich jeder Sechste nicht explizit von Gewalt distanziert. Bei den Jungen zeigt sogar jeder Dritte gewisse Sympathien für Fangewalt. Das ist erst recht bedenklich, da es entgegen den Beteuerungen der Fanarbeiter auch in Luzern regelmässig zu Vorfällen kommt. Im Juli etwa lieferten sich Anhänger des FCL eine Schlägerei mit kroatischen Fans. Im November 2016 musste die Polizei im Vorfeld eines Spiels gegen YB Gummischrot einsetzen. Und ein Petardenwerfer, der Anfang 2016 in der Swisspor-Arena einen Zuschauer verletzt hatte, wurde inzwischen verurteilt.

Was soll man dagegen tun? Hier haben die Luzerner Fans eine klare Haltung: Repressive Massnahmen wie mehr Polizei oder ein Alkoholverbot wollen sie nicht. Hingegen stösst die bisherige Praxis der Luzerner Behörden auf Zustimmung. Diese setzen auf einen Mittelweg: Die Massnahmen gegen fehl­bare Matchbesucher wurden zwar verschärft, doch nicht so stark, wie es das Hooligan-Konkordat erlauben würde. So wird etwa auf ID-Kontrollen und Ganzkörperdurchsuchungen am Eingang verzichtet. Dies, obwohl etwa der Eishockeyclub EV Zug mit ähnlichen Massnahmen gute Erfahrungen macht.

Die Luzerner Fussballfans haben es in der Hand, dass die moderate Praxis auch künftig nicht verschärft wird. Wer an Sport und guter Atmosphäre interessiert ist, sollte nicht beide Augen zudrücken, wenn er Zeuge von Gewalt wird. Es braucht klare Signale der fried­lichen Mehrheit, dass Gewalt nicht toleriert wird.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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