FANARBEIT: Stadt bleibt bei Beitrag für FCL-Fanarbeit hart

Der Stadtrat will in Zukunft die Fanarbeit des FC Luzern nur noch mit 20'000 Franken unterstützen. Die restlichen Kosten seien durch Kanton, FCL und allenfalls weitere zu tragen.

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Die FCL-Fanarbeit soll weniger Geld erhalten. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die FCL-Fanarbeit soll weniger Geld erhalten. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Damit nimmt der Stadtrat ein Postulat vom Grünen Philipp Federer nur teilweise entgegen. Dieser hatte gefordert, den Beitrag für die Fanarbeit wie bis anhin auf rund 65'000 Franken zu belassen. Eine Streichung in diesem Rahmen stelle einen zu grossen Substanzverlust dar und auch ein Konzept des Bundes sehe eine Dreiteilung der Kosten zwischen Klub, Gemeinde und Kanton vor.

Andere Gemeinden sollen sich beteiligen
Der Stadtrat begründet seine Entscheidung damit, dass der FC Luzern weit über die Stadtgrenzen hinaus eine grosse Anziehungskraft geniesse. Eine finanzielle Beteiligung an der Fanarbeit Luzern durch andere Gemeinden und Kantone wäre daher aus seiner Sicht naheliegend.
Zudem liege seit der Fusion der Stadt- und Kantonspolizei die Sicherheitsverantwortung und -kosten nicht mehr primär bei der Stadt und der Kanton erhalte auch die Sicherheitsabgabe pro zahlenden Zuschauer. Ausserdem könne der FC Luzern mit dem Neubau des Stadions Allmend ab kommender Saison mit höheren Zuschauerzahlen und folglich Mehreinnahmen rechnen.

Konzept des Bundes abgelehnt
Aufgrund des Sparpakets 2011 der Stadt Luzern wurden nun solche freiwilligen Leistungen, wie der Beitrag an die Fanarbeit, hinterfragt. Daraus resultiert eine Kürzung des Beitrages für die Fanarbeit von 65'000 auf 20'000 Franken. Der Empfehlung des vom Bundesrat verabschiedeten Papiers «Rahmenkonzept Fanarbeit in der Schweiz», nachdem Klubs sowie Standortkantone und -gemeinden die Kosten der Fanarbeit zu je einem Drittel teilen, wird damit nicht entsprochen. Dieses habe keinen bindenden Charakter, so der Stadtrat.
Hingegen solle das Anliegen eines breiteren solidarischeren Mittragens dieser Aufgabe durch die umliegenden Kantone und Gemeinden angestrebt werden – auch wenn eine erste Anfrage durch die Fanarbeit nur wenig Erfolg brachte.

pd/bep