Alternative
Die Fidelitas Lucernensis stellt einen fasnächtlichen Plakatrundgang in der Luzerner Altstadt auf

Auf über 30 Plakaten präsentiert die Fasnachtsgesellschaft Sprüche und Fragen zur Luzerner Fasnacht. Die Aktion kommt gut an – auch bei der Stadt.

Sophie Küsterling
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Beim Rathaus in der Stadt Luzern prangt auf einem Plakat der Text: «Fidelio bellt...Tagessoppe oder Kafi Huereaff? Oder doch lieber e Häxetee?»

Bilder: Nadia Schärli (Luzern, 10. Februar 2021 )

Und am Weinmarkt bellt Fidelio: «Wie viele Konfetti's hat es in einem Kilosack?» Wer die Antwort wissen möchte, scannt kurzerhand den QR-Code, der unter der Frage platziert ist und auf die Antwort verlinkt – und staunt, wie viele Konfetti in so einen Sack rein passen.

Hinter der Aktion steht die Fasnachtsgesellschaft Fidelitas Lucernensis. «Die Aktion entstand aus der Not heraus», erklärt Reto Bachmann, Dominus der Fidelitas Lucernensis, den Plakatrundgang. «Im Moment sind keine Veranstaltungen möglich, diese Regelung ist korrekt und wir halten uns an sie», betont Bachmann. Doch nun sei es eben auch an der Zeit, kreativ zu sein und die Leute schätzten solche Aktionen sehr.

Originelle Sprüche und Fragen zur Luzerner Fasnacht

Kreativ ist der Plakatrundgang der Fidelitas allemal. Mehr als 30 solcher Plakate stehen derzeit an verschiedenen Orten in der Luzerner Altstadt.

Jedes Plakat ist mit einem anderen Spruch oder einer anderen Frage versehen, ist an einem wichtigen Schauplatz der Luzerner Fasnacht platziert und nimmt darauf Bezug.

So steht etwa beim Fritschibrunnen ein Plakat mit den Worten: «Der Bruder Fritschi der arme Wicht, kommt dieses Jahr wirklich nicht.» Eine Anspielung auf die geheimnisumwitterte Integrationsfigur der Luzerner Safranzunft, den «ältesten Luzerner». Und am Hirschenplatz in der Nähe des Lokals der Maskenliebhaber-Gesellschaft ist ein Plakat aufgestellt, auf dem es heisst: «Auch die Maskenliebhaber tragen dieses Jahr Schutzmasken.»

«Die Sprüche müssen mit einem Augenzwinkern gelesen werden», sagt der Dominus.

«Hoffentlich sieht jemand die Plakate und muss deswegen lächeln.»

Und apropos Schutzmassnahmen: Den Plakatrundgang darf die Fidelitas mit dem Einverständnis der Stadt Luzern durchführen.

Auch die Stadt Luzern findet die Plakate gut

Ein Lächeln haben die Plakate auch Raoul Mumenthaler, dem Teamleiter Märkte und Messen der Stadt Luzern, ins Gesicht gezaubert. Er erzählt:

«Nachdem ich die Plakate bewilligt habe, bin ich einigen selbst nachgegangen.»

Die Aktion präsentiere sich gut und gefalle ihm. Und: Nun könne er bei angefressenen Fasnächtlern auch mit seinem Konfetti-Wissen punkten.

Die Plakate der Fidelitas Lucernensis hängen vom 9. bis am 17. Februar an verschiedenen Orten in der Luzerner Altstadt.