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FASNACHT: Die Grende sind bereit: Manege frei für die Fasnacht

Der Countdown läuft, und die Wagenbauer sind im Endspurt. Der Aufwand ist enorm, und die Begeisterung steckt an.
Von links: Silvan Heiler, Kilian Bieri und Pädi Stirnimann von der Borggeischter Musig Roteborg veranstalten einen Zirkus auf ihrem Umzugswagen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Von links: Silvan Heiler, Kilian Bieri und Pädi Stirnimann von der Borggeischter Musig Roteborg veranstalten einen Zirkus auf ihrem Umzugswagen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Bei eisiger Kälte wurde der von Neugier getriebene 50-köpfige Tross nach strengem Fahrplan von Scheune zu Scheune gekarrt. Die Rede ist vom traditionellen «Baustellenrundgang», organisiert vom Lozärner Fasnachtskomitee (LFK). Auf diesem Rundgang werden die Baulokale der Umzugsteilnehmer besucht. Als Erste öffnete die Borggeischter Musig Roteborg das Scheunentor und liess einen Blick hinter die Kulissen der Fasnachtsvorbereitungen zu. Kaum war die Schar um den Wagen postiert, rief LFK-Umzugschef Marcel Manetsch von der Wey-Zunft zum Appell. Alle quittierten ihren Namensaufruf mit einem lautstarken «Ja!», «Hier!» oder «Anwesend!». Doch ein Fasnachtsgewaltiger wurde nicht aufgerufen. Es schien, als hätte die Kälte dem Umzugschef zugesetzt. Denn der Vergessene war kein Geringerer als sein Chef, der Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury. Dieser Fauxpas konnte jedoch im Verlauf der Tour einvernehmlich bei einem Glas Wein weggespült werden.

Riesenzirkus ohne Tiere

Nun gut, zurück zur Borggeischter Musig Roteborg. Sie sind seit 50 Jahren unterwegs. Grund genug, um diese Fasnacht einen Riesenzirkus abzuhalten. Mit in der Manege sind nebst Profisportler Roger Federer oder Politgrösse Geri Müller auch Clowns, Feuerschlucker, Kettensprenger und Schwertschlucker. Doch betrüblich sei, so Tambourmajor «Stouni» Steiner, dass sie für ihre Tiere keine Bewilligung für die Teilnahme am Umzug erhalten hätten. Diese müssten nun im Stall bleiben. Ihre Nummern haben die 46 Geister bereits vorwärts und rückwärts geprobt und im Blut, so «Stouni». Um aber ganz sicher zu gehen, werde heute Samstag in Visp nochmals generalgeprobt und marschiert notabene in letztjähriger Montur. Das Training sei nötig, sei doch ein Grend bis zu 12 Kilo schwer.

Mit Merlot und Parmigiano

Geradezu unbeschwert haben es da die 15 Nasen der Kult-Ur-Fasnächtler Infinitus. Mit Merlot und Parmigiano ausgerüstet marschieren sie an den Umzügen in Luzern, Ebikon und Littau und parkieren dazwischen auf dem Weinmarkt. Für Sicherheit und Spurtreue, haben Infinitus für teures Geld Dominik Dachs engagiert. Auch die 60 Kopf starken Emmer Rüsssuuger scheuten keinen Aufwand. Damit ihr 3 mal 4 mal 7 Meter grosses Gefährt problemlos Luzern erreicht, wurde bereits im Juni mit Laserstrahlen die Route ausgemessen. Und es passt. Ob Müller, Federer oder Zunftmeister, alle sind startklar: Der Urknall kann kommen.

Sandra Monika Ziegler

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