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FASNACHT: Die Rückkehr des traditionellen Maskenballs

Feiern traditionelle Maskenbälle ein Revival? Gleich mehrere stehen zumindest in diesen Tagen an.
Maskenbälle sind wieder im Kommen. Hier eine Szene vom Maskenball des LFK im Jahr 2010. (Bild: Philipp Schmidli)

Maskenbälle sind wieder im Kommen. Hier eine Szene vom Maskenball des LFK im Jahr 2010. (Bild: Philipp Schmidli)

Der offizielle Start der Fasnacht erfolgt morgen früh mit dem Urknall in Luzern. Damit hat das lange Warten für viele Fasnächtler ein Ende. Nicht so für jene aus Malters: Diese müssen sich noch bis zum Donnerstagabend gedulden. Grund dafür ist der lokale Maskenball. Er knüpft an die alte Tradition an, «wie anno dazumal in den 1960ern bis 1980ern», sagt Veranstalter Erwin Kunz. Im Mittelpunkt stehen das Maskieren, Tanzen und Intrigieren, das närrische Scherzetreiben hinter der Maske. Um Punkt Mitternacht folgt die Demaskierung – und gleich anschliessend die Prämierung, bei der es für die besten Masken 1500 Franken gibt.

Immer mehr Maskenbälle

Gut organisierte Maskenbälle mit Prämierung gibts in der Innerschweiz nur noch selten. Deshalb war es seit zehn Jahren das Ziel von Brigitte Waller und Erwin Kunz, diesen alten Brauch wieder aufleben zu lassen: «Dabei wollen wir aber auch junge Leute, 20- bis 40-Jährige, nicht vergessen.» Die beiden stehen mit ihrer Idee nicht alleine da. Bereits Ende Januar feierte die Maskenliebhabergesellschaft Luzern (MLG) mit Erfolg einen Maskenball im alten Stil (siehe Ausgaben vom 30. Januar und 1. Februar). Und diesen Samstag stehen gleich zwei weitere traditionelle Maskenbälle an: das «Tattüü» im altehrwürdigen Saal des früheren Hotels Union und der Maskenball im Restaurant Unterlachenhof, beide in Luzern. Die Eintrittspreise (zwischen 10 und 20 Franken) werden, wie auch in Malters, bewusst tief gehalten. Vollmaskierte dürfen gar gratis rein. «Nachdem die Maskenbälle fast von der Bildfläche verschwunden sind, taucht diese wundervolle Tradition in den letzten Jahren wieder vermehrt auf», sagt René Burach, Präsident der Kult-Ur-Fasnächtler Luzern. «Das ist eine aus unserer Sicht schöne Entwicklung.» Auch Jörg Amstad, Mediensprecher der Vereinigten Guuggenmusigen Luzern, ist erfreut, dass mit den Maskenbällen eine alte Tradition wieder belebt wird. Durch ihr Programm heben sich die Maskenbälle bewusst von der Strassenfasnacht ab. «Sie werden in einem dezenten Rahmen durchgeführt», sagt Bruno Spörri, Mediensprecher des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK). «Es geht viel ruhiger zu und her.» Es solle aber für beides Platz haben, Strassenfasnacht und Maskenbälle, betont Spörri: «Das eine tun, und das andere nicht lassen.» Vor allem ältere Semester fänden bei der Strassenfasnacht keinen Platz mehr zum Ausleben ihrer Kreativität, sagt Erwin Kunz. «Tattüü»-Veranstalter Kurt Erne fügt an: «Die vielen Guuggenmusigen, die laute Technomusik und die Kafi-Schnaps-Bars an jeder Ecke degradieren das ursprüngliche kreative Fasnachtstreiben zur grossen, lärmigen Party.» Die Maskenbälle sollen hier eine Alternative bieten. Ein Problem von Maskenbällen ist die Zielgruppe. Das junge Publikum für die pompös anmutenden Maskenbälle zu begeistern, ist schwierig. Bruno Spörri: «Wir müssen noch lernen, das Band zu den jungen Fasnächtlern zu spannen. Für über 40-Jährige ist es schwer, eine Party für junge Fasnächtler zu organisieren.»

Vorverkauf läuft gut

Der Vorverkauf für die aktuellen Maskenbälle läuft gut. Auch Erwin Kunz ist zuversichtlich für morgen Abend: «Am Schmutzigen Donnerstag ist in Malters tagsüber tote Hose. Doch am Abend werden die Fasnächtler aus der Stadt zurückkehren und gleich zum Maskenball strömen.» Die nächsten Tage werden zeigen, ob Maskenbälle «wie anno dazumal» eine Renaissance erleben oder ob sie weiterhin nur für die Gestandenen im Hintergrund eine Rolle spielen.

Niels Jost

Hinweis
«Anno dazumal»: Maskenball, Gemeindesaal Malters, Schmutziger Donnerstag, ab 20 Uhr.
«Tattüü»: Ehemaliges Hotel Union, Luzern, Samstag, 14. Februar, ab 18 Uhr.
«Fasnacht im Unterlädu»: Restaurant Unterlachenhof, Luzern. Samstag, 14. Februar, ab 18 Uhr.

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