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FASNACHT: «Fritschi» setzt sich kunterbunt durch

Die Künstlervereinigung zum Bockstall zeichnet die besten Fasnachtsdekorationen von Lokalen aus. Und kritisiert eine Traditionsbeiz.
Preisgekrönte Dekoration: Jurymitglieder Simi Krähenbühl, Silvio Panizza und Wirt Anton Meyer (v.l.) im Restaurant Fritschi. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Preisgekrönte Dekoration: Jurymitglieder Simi Krähenbühl, Silvio Panizza und Wirt Anton Meyer (v.l.) im Restaurant Fritschi. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Prädikat Fasnachtsbeiz kann sich ein Lokal relativ schnell selbst geben. Doch um herauszufinden, ob die Bezeichnung verdient ist, braucht es aufwendige Recherchen von unnachgiebigen Experten: der Künstlervereinigung zum Bockstall. Zum zehnten Mal zeichnet die Gruppe die besten Fasnachtsdekorationen der Stadt Luzern aus.

Schelte fürs «Schiff»
Die Jury setzt sich aus Silvio Panizza, Herausgeber vom «De rüüdig Fasnachtsfüerer», Ursula Stämmer-Horst, Stadträtin, und Simi Krähenbühl, Künstlerin, zusammen. Mit kritischem Blick kontrollierten sie mit einem Überraschungsbesuch 16 Lokale.

Nach der Bewertung anhand der drei Kriterien künstlerische Gestaltung, Originalität und Stimmung/Gesamteindruck zeigt sich folgende Rangliste:

  • 1. Restaurant Fritschi
  • 2. Restaurant Pinocchio
  • 3. Café Niederberger

«Bereits beim Betreten des ?Fritschi? sagt man unwillkürlich ?Wow?», sagt Jurorin Krähenbühl. Die Dekoration mit dem Motto «Villa Kunterbunt», in der zahlreiche Grende verschiedener Guuggenmusigen integriert wurden, überzeugte die Jury durch ihre Lebhaftigkeit.

Erstmals verliehen wurde dieses Jahr der Schwarze Peter für ungenügende Dekorationsleistungen. Es trifft das traditionsreiche Restaurant Schiff, dem es seit Jahren an einer «künstlerischen und originellen» Dekoration fehlt, so das zusammengefasste Gemecker der «Geissen» aus dem Bockstall. «Damit ist nicht eine Anprangerung beabsichtigt», sagt Panizza. Viel eher soll damit auf einen Missstand aufmerksam gemacht werden. «Wir bieten auch fasnächtliche Entwicklungshilfe an», sagt er und beabsichtigt, mit den Verantwortlichen des «Schiffs» in Kontakt zu treten, um die Situation ab 2011 zu verbessern.

Des Weiteren gibt es eine Sonderauszeichnung für zwei dekorierte historische Bauwerke: die Spreuer- und die Kapellbrücke, deren Bilder zurzeit mit Fasnachtssigneten überdeckt sind. «Freude herrscht auf den Brücken, Herr Baudirektor und Herr Denkmalpfleger», heisst es in der Urkunde – ein unverkennlicher Seitenhieb auf die Diskussion um die Brückenbilder-Kopien.

Dekoration für Gemütlichkeit
Für «Fritschi»-Wirt Anton Meyer kommt der erste Rang überraschend, obwohl er schon einmal den ersten Rang erreichte. Sein Erfolgsrezept: «Damit die Fasnacht richtig gemütlich ist, muss es einfach dekoriert sein.»

Sasa Rasic

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