FASNACHT: Gnagi wurden knapp, sauschön wars trotzdem

Es war also wieder Gnagi-Essen, das 87. Der Eindruck, dass ein schöner Teil der am letzten Montagabend im Casino-Panoramasaal versammelten Saubande schon in den Gründerjahren dabei gewesen ist, ist vermutlich nur eine optische Täuschung.

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Prost, Kameraden der Gnagizunft: v. l. Herold Charlie Bösch, Schweinebaron Ruedi Bürgi und die als Metzgergesellen verkleideten Urs Liechti und Hans Pfister. (Bild Hein Steimann/Neue LZ)

Prost, Kameraden der Gnagizunft: v. l. Herold Charlie Bösch, Schweinebaron Ruedi Bürgi und die als Metzgergesellen verkleideten Urs Liechti und Hans Pfister. (Bild Hein Steimann/Neue LZ)

Die Vorgänge an diesem anachronistischen Männerfest lassen eben so manch einen etwas alt aussehen, in mehrerer Hinsicht.

Die vorfasnächtliche Festivität aber erneuert sich fortwährend. Diesmal wars ausgesprochen - schweinisch, was durch die Präsenz eines Magistraten mit Namen Schwingruber unterstrichen wurde. Gnagi-Vater Ruedi Bürgi, Ende Februar 80 werdend, fungierte als gütiger Schweinebaron, sein Gefolge trug beim Einzug mit Trommeln und Pfeifen prächtige Saugrinde, eine Leihgabe der Guuggenmusig Chottlebotzer. Sonst aber war alles ziemlich original. Und originell, aber schon sicher.

Alles weggeputzt
Über 400 Gnagi-Brüder hatten sich dicht an dicht eingefunden, ein neuer Höchststand. Geknackt wurde so auch die 1000er-Marke an verdrückten Gnagi. Der ganze Vorrat war schnell weggeputzt, und mehr wäre da und dort sicher noch reingegangen: «Immerhin ist es ein gutes Zeichen, wenn alles radebutz aufgegessen wird», meinte Odo-Metzger Hermann Suter, der sich wegen der etwas knapp bemessenen Stückzahl einiges anhören musste. Und überhaupt, es wurden ja weitere köstliche Brocken aufgetragen, in den dem Schmaus folgenden Darbietungen.

Hans Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.