FASNACHT: Guugger buhlen um das Publikum

In vier Wochen ist Fasnacht. Dieses Zeitfenster ist sehr eng. Die Folge: Viele Bälle konkurrenzieren sich, einige wurden gar abgesagt.

Drucken
Teilen
Szene vom Fasnachts-Ball im Hotel Schweizerhof in Luzern im Jahr 2006. (Bild Beat Blättler / Neue LZ)

Szene vom Fasnachts-Ball im Hotel Schweizerhof in Luzern im Jahr 2006. (Bild Beat Blättler / Neue LZ)

«In diesem Jahr herrscht ein fürchterliches Chaos.» Andréas Härry, Sprecher des Lozärner Fasnachtskomitees (LFK), sieht sich derzeit als Berufsfasnächtler. Er sei «nur noch» mit Planungsarbeiten beschäftigt. «Schuld daran ist der Kalender», sagt Härry. Bereits am 31. Januar ist Schmutziger Donnerstag, bis dahin bleiben lediglich vier Wochenenden für Vorfasnachtsanlässe.

«Trotz Zeitknappheit wollen die meisten Guuggenmusigen und Fasnachtsvereine auf ihre Feste nicht verzichten», sagt Härry. Dies führt zu einer verstärkten Konkurrenz unter den Bällen und Festen, besonders auf der Landschaft.
Die Willisauer Guuggenmusig Wegere-Güüsser hat die Konsequenzen gezogen und ihr traditionelles Guuggertreffen abgesagt. «Der Terminplan ist zu eng», begründet Präsident Philipp Meier den Entscheid.

Aus dem gleichen Grund führen die Wolhuser Bahnhofgeister kein Fasnachtsfest durch. Präsident Stefan Müller ergänzt dazu: «Die Konkurrenz ist in diesem Jahr zu stark, der Termin ungünstig. Wir werden am 30. Mai und 1. Juni ein Open-Air organisieren, um doch noch Einnahmen generieren zu können.» Der Entscheid sei nicht leichtgefallen und eingehend diskutiert worden.

Michael Widmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.