FASNACHT: Polizei und Rettungsdienst ziehen positive Bilanz

Die Fasnacht in der Stadt Luzern ist aus polizeilicher Sicht friedlich verlaufen. Befürchtungen, dass sich die Ereignisse der Kölner Silvesternacht an der Luzerner Fasnacht wiederholen könnten, bewahrheiteten sich nicht.

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Eine Patrouille der Luzerner Polizei im Einsatz an der Hertensteinstrasse am Güdisdienstag. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)

Eine Patrouille der Luzerner Polizei im Einsatz an der Hertensteinstrasse am Güdisdienstag. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)

Die Fasnachtstage sind aus Sicht der Polizei meist friedlich verlaufen. Vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch waren rund 130'000 (Vorjahr: 148'000) Fasnächtler in der Stadt Luzern anzutreffen. Insbesondere am Monstercorso und dem anschliessenden Fasnachtsfinale wurden gegenüber den Vorjahren weniger Besucher registriert: 8000-10'000 Fasnächtler besuchten das Finale am Dienstagabend in der Stadt Luzern, im Vorjahr waren es noch 30'000 gewesen. Grund dürfte das stürmische Wetter gewesen sein.

Befürchtungen, dass sich die Ereignisse der Kölner Silvesternacht an der Luzerner Fasnacht wiederholen könnten, bewahrheiteten sich nicht. Der Polizei wurde ein Fall von sexueller Belästigung bekannt, zu einer Anzeige kam es aber nicht, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte.

Überschattet worden war die Fasnacht von einem schweren Unfall: Ein Fasnächtler stürzte am frühen Freitagmorgen von einem Gebäude und wurde verletzt. Drittwirkung kann laut Polizei ausgeschlossen werden. Zudem zündete ein Fasnächtler eine Knallpetarde. Vier Personen wurden verletzt (wir berichteten »).

Drei Taschendiebe festgenommen

Wie bei Grossanlässen üblich seien auch an der Fasnacht einige Taschendiebstähle gemeldet worden. Die Polizei stellt fest, dass trotz Verhaltenshinweisen Wertsachen oft nicht genügend geschützt mitgetragen werden. Dank der hohen Präsenz hat die Polizei drei Taschendiebe kurz nach ihrer Tat festgenommen. Polizeipatrouillen fanden zudem einige verlorengegangene Handys und Portemonnaies. Zudem gab es auch Fasnächtler, welche Wertsachen der Polizei übergaben. Die Polizei musste auch einschreiten, weil Fasnächtler zuviel getrunken hatten.

Spontaner Dank

Die sogenannten Deeskalationsteams der Polizei konnten aufkeimende Scharmützel meist mit beruhigenden Worten lösen. Teilweise mussten Uneinsichtige weggewiesen oder vorübergehend festgenommen werden.

Wie die Polizei weiter schreibt, war sie während der ganzen Fasnachtszeit mit uniformierten und zivilen Teams stark präsent. Viele Fasnächtler hätten sich bei den Polizisten für ihren Einsatz spontan bedankt, schreibt die Polizei weiter.

Rettungsdienst: ruhige Fasnachtstage

Der Rettungsdienst rückte 23 Mal in Zusammenhang mit der Fasnacht aus. «Wir weisen dieses Jahr die tiefste Anzahl Einsätze seit zehn Jahren aus», bilanziert Manuel Wanzenried, betrieblicher Leiter des Rettungsdiensts. Im 2015 rückte der Rettungsdienst 35 mal, im 2014 47 mal im Zusammenhang mit der Fasnacht aus.

Rund die Hälfte der Einsätze seien auf übermässigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Daneben liegen die häufigsten Gründe für Einsätze während der Fasnacht in kleineren Unfällen wie Stürzen oder Verletzungen als Resultat von Auseinandersetzungen.

Hinweis: Bilder und Videos der Luzerner Fasnacht 2016 in unserem Fasnachtsdossier auf www.luzernerzeitung.ch/fasnacht »

pd/rem/sda