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FASNACHT: Pompöse Eröffnungsfeier für neues Luzerner Sechs-Sterne-Hotel

Wenn der Saal schon vor dem Hauptgang aus dem Häuschen ist, dann müssen Gisela und Ruedi am Werk sein. Bei der siebten Ausgabe des turbulent-schrägen Fasnachtsanlasses konnten die Gäste auch gleich im «Grand Hotel Gisela» übernachten.
Die neuen «Europe-Sechs-Sterne»-Besitzer, Gisela und Ruedi, eröffnen ihr Hotel. (Bild: Heinz Steimann)

Die neuen «Europe-Sechs-Sterne»-Besitzer, Gisela und Ruedi, eröffnen ihr Hotel. (Bild: Heinz Steimann)

Katerfrühstück. Und dies dann gleich auch noch am Ort des Geschehens. Was schon bei normalem Ausgangsgebaren speziell anmutet, ist bei einer fasnächtlichen Ball-, Intrigier-, Klamauk- und Esstheaterveranstaltung rüüdig aussergewöhnlich. Zmorgenbuffet dort, wo wenige Stunden zuvor noch der Bär tanzte? Cappuccino trinkend und Gipfeli essend auf dem Stuhl sitzend, auf welchem man eben erst noch mit einem Gin Tonic in der Hand stand und zu Guuggerklängen schunkelte? Kein Wunder also, schreibt das Organisationskomitee des inzwischen zu einer Institution gewordenen Vorfasnachtsanlasses «Gisela & Ruedi» von einem 24-stündigen Marathon, «sowas hat es in Luzern noch nie gegeben».

Die Familiengeschichte rund um die Kunstfiguren Gisela und Ruedi ging am Samstagabend bereits in die siebte Runde. Von ihrem Ur-Onkel hat Gisela das «Hotel Europe» an der Luzerner Haldenstrasse geerbt – und auch gleich ein Upgrade vorgenommen: Vom Vier- zum Sechs-Sterne-Haus hat sie die Herberge umgemodelt, wie das grosse Schild an der Strasse klar macht. Eine glamourös-pompöse Eröffnungsfeier für das «Grand Hotel Gisela» musste also her. Und die Einladung hatte in der Tat nicht zu viel versprochen: 200 Gäste – mehr wollen die Gisela-und-Ruedi-Macher um Beat Felder und Marco Thomann auch gar nicht (www.giselaundruedi.ch) – sind zur grossen Eroffnungsfeier aufmarschiert. Glamourgirls und -boys aus aller Herren Länder. Und über die Hälfte von ihnen hat denn auch schon am Samstagnachmittag im Hotel mit einer «Deluxe»-Buchung eingecheckt und ist bis am Sonntagmittag geblieben.

Karl Lagerfeld im Dutzend

Auf dem roten Teppich vom livrierten Hotelpersonal empfangen, schauten sich die Promi-Gäste gwundrig im eigentlich wenig bekannten Hotel um. Insbesondere den prächtigen Saal mit Belle-Epoque-Charakter dürften nur die wenigsten der Gäste je von innen gesehen haben. Aber auch untereinander gings ums Sehen (und Gesehenwerden). Tummelten sich doch einige prominente Köpfe in Foyer, Gängen, Bar und Sälen. DJ Ötzi ebenso wie der verblichene Diktator Gaddafi oder die Hollwood-Schönheit Audrey Hepburn. Gleich im gefühlten Dutzend reiste die deutsche Designerlegende Karl Lagerfeld an. Und auf der Bühne spielten Abba, Udo Jürgens, Adriano Celentano und Patent Ochsner auf, was dann auch gleich in einem originellen «Europe Vision Song Contest» gipfelte, mit Live-Schaltungen zur Punktevergabe. Wenigstens hier im fasnächtlichen Luzern hiess es für einmal: «Switzerland, 12 Points!» Und die «W. Nuss vo Bümpliz» wurde als Siegersong darum auch zwei Mal durch den immer wieder (schon vor dem Hauptgang) voll mitgehenden Saal geschmettert.

Überhaupt: Die Mitsing-, Schunkel- und Tanzlust schien ungebrochen im Publikum, das altersmässig erfrischenderweise bis weit nach oben durchmischt war. Nebst den unverzichtbaren Guuggenmusigauftritten von «Barfuessfäger» und «Rüssgusler» das musikalische Highlight: eine originale vierköpfige Mariachi-Band, die mit ihrer mexikanischen Musik völlig unbeeindruckt vom kommenden Trump-Besuch die Gästeschar zum Tanzen brachte.

Hommage ans «Palace»

Den zu einer Art Tradition gewordenen, dem jeweiligen Motto angepassten Kurzfilm gab es heuer gleich doppelt. Einerseits über Ruedis unehelichen Sohn Ernschtli (inzwischen ein Teenager) im Landdienst. Dort hat er, nachdem ihn der Vater zuvor irrtümlicherweise in ein welsches Mädcheninternat geschickt hatte, einiges zu beissen. Der zweite Film war eine Hommage ans inzwischen geschlossene Hotel Palace, wo «Gisela & Ruedi» seit dem Start 2012 Gastrecht genossen hatten. Für das scheidende Direktorenpaar Catherine und Raymond Hunziker setzte es eine verdiente Standing Ovation. Ob Sechs- oder Vier-Sterne-Hotel, «Europe» oder «Palace», die Live-Seifenfasnachtsoper um Gisela, Ruedi und Ernschtli ist aus Lozärn nicht mehr wegzudenken.
jem

Die vier Mariachi sorgten für Unterhaltung. (Bild: jem)

Die vier Mariachi sorgten für Unterhaltung. (Bild: jem)

Die Stimmung im «Gisela» war ausgelassen. (Bild: jem)

Die Stimmung im «Gisela» war ausgelassen. (Bild: jem)

Der Eingang zum Grand Hotel Gisela ist signalisiert. (Bild: jem)

Der Eingang zum Grand Hotel Gisela ist signalisiert. (Bild: jem)

Der prächtige Saal mit Belle-Epoque-Charakter war gut gefüllt. (Bild: jem)

Der prächtige Saal mit Belle-Epoque-Charakter war gut gefüllt. (Bild: jem)

Das livrierte Hotelpersonal. (Bild: jem)

Das livrierte Hotelpersonal. (Bild: jem)

Karl Lagerfeld himself. (Bild: jem)

Karl Lagerfeld himself. (Bild: jem)

Bunte Lampen. (Bild: jem)

Bunte Lampen. (Bild: jem)

Auch Guuggenklänge durften nicht fehlen. (Bild: jem)

Auch Guuggenklänge durften nicht fehlen. (Bild: jem)

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