FASNACHT: Rüüdige Extrakurse und Spezialbillette

Für Frühaufsteher und Nachtschwärmer ist der Transport geregelt. 16 Extrazüge und 84 Zusatzbusse bringen die Fasnächtler zum Urknall und zur Tagwache. Fasnachtsbillette ab 7 Franken gibt es ab sofort.

Roger Rüegger
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Fasnächtler, die Bruder Fritschi und den Wey-Frosch in diesem Jahr pünktlich begrüssen wollen, werden mit dem öffentlichen Verkehr bestens bedient. Mit diversen Zügen und Bussen kann man von jedem x-beliebigen Ort in der Zentralschweiz und auch von Zürich und Olten aus sicher, staufrei und ohne Parkplatzsorgen in die Luzerner Innenstadt reisen – und auch wieder nach Hause. Dies an einigen Tagen rund um die Uhr. Das Angebot wurde gestern von Vertretern des öffentlichen Verkehrs präsentiert.

Das ÖV-Angebot über die Fasnachtszeit ist finanziell und servicetechnisch attraktiv. Mit dem Luzerner Fasnachtsbillett kann man an einem beliebigen Tag zwischen dem 23. und dem 28. Februar für 14 Franken (mit Halbtaxabo für 7 Franken) von einem Ort in der Zentralschweiz nach Luzern fahren. «Die 13. Ausgabe des Fasnachtsbilletts gilt auch für Nachtstern-Angebote und Nacht-S-Bahnen, und zwar bis um 5 Uhr morgens», sagt Hans Vogel, Regionalleiter der SBB.

Die Fasnachtsbillette sind jedoch wie jedes Jahr limitiert. Wer also eines der 12000 Billette lösen will, muss sich sputen. Die sind nämlich nur im Vorverkauf erhältlich. Das bedeutet, dass man sich bis am 22. Februar eines sichert. Sie sind an diversen Bahnhöfen, im LZ-Corner, in Coop-Filialen, CSS-Agenturen bei den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL), an Billettautomaten der SBB und online erhältlich.

Mit dem Luzerner Fasnachtspass garantiert der ÖV für 18 Franken freie Fahrt von 23. Februar bis 1. März in Luzern und Agglomeration (Passepartout-Zonen 10 und 28). Innerhalb ihres Gültigkeitsbereichs sind Fasnachtsbillette und Fasnachtspässe auf Extrazügen, Extrakursen, Nacht- S-Bahnen und Nachtstern-Bussen gültig. Den Frühaufstehern, die dem Urknall am Schmutzigen Donnerstag (23. Februar) und an der Wey-Tagwache am Güdismontag (27. Februar) beiwohnen wollen, stehen 16 Extrazüge und 84 Extrabusse zur Verfügung.

Christian Bertschi, Kommunikationsbeauftragter der VBL, betont, dass Chauffeure für 74 Frühkurse am Schmutzigen Donnerstag und 10 am Güdismontag zeitig aus den Federn steigen.

Mit dem Nachtstern auf 12 Linien nach Hause

Die Nachtstern-Busse bringen Nachtschwärmer auf 12 Linien sicher nach Hause. Die Billette können beim Chauffeur für 7 Franken (eine Tarifzone) oder 10 Franken (2 Zonen) gelöst werden. GA, Passepartout und normale Tagesbillette sind im Nachtstern laut Bertschi nicht gültig, Fasnachtsbillette und Fasnachtspass hingegen schon.

Plakativ «vereinigt»

Der Verband «Vereinigte Guuggenmusigen Luzern» wirbt mit einer speziellen Aktion für die kommenden «rüüdigen Tage». Verteilt über die ganze Stadt, werden grossformatige Plakate mit neun Sujets aufgehängt. Darauf zu sehen ist jeweils ein Foto von einem der neun «Vereinigte»-Vorstandsmitglieder – jede und jeder von ihnen mit Maske und Instrument in der Hand.

Darunter sind Sprüche zu lesen wie «Jede Fasnächtler treid e Grend». Das erste Plakat, jenes von Raphael Heiz, hängt seit Mittwoch an verschiedenen Orten der Stadt. «Die Vereinigte» will damit die Leute animieren, vermehrt wieder mit einem eigenen «Grend» (Maske) an die Fasnacht zu gehen. (hb)


Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Den Fasnachtsfahrplan finden Sie unter: sbb.ch/fasnacht